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Oberösterreich

Kremsmünster: Staatsanwalt ermittelt gegen fünf Patres

STEYR/KREMSMÜNSTER. Die Staatsanwaltschaft Steyr hat gestern offiziell Ermittlungen gegen fünf Patres aus Kremsmünster aufgenommen.

Staatsanwalt ermittelt gegen fünf Patres

Für die sexuellen Gewalttaten an Schülern im Stift Kremsmünster sind die Staatsanwaltschaft Steyr und die Ermittler des Landeskriminalamtes zuständig. Bild: Weihbold

„Wir haben die Selbstanzeige des betreffenden Paters P. um 14 Uhr bekommen. Wir führen den Akt gegen fünf Stiftsangehörige wegen des Verdachtes des Missbrauchs des Autoritätsverhältnisses, sexuellen Missbrauchs von Unmündigen, sowie wegen absichtlicher Körperverletzung“, sagte gestern der Sprecher der Staatsanwaltschaft Steyr, Andreas Pechatschek den OÖN.

Jetzt wird auch das Landeskriminalamt Oberösterreich, das bereits seit vergangener Woche Vorinformationen von den Fällen hatte, offiziell mit den Ermittlungen beauftragt.

Im Zuge der Recherchen der Staatsanwaltschaft soll jetzt auch geprüft werden, ob Fälle verjährt sind. Der Strafrahmen bei Missbrauch des Autoritätsverhältnisses beträgt drei Jahre Haft, bei sexuellem Missbrauch von Unmündigen fünf Jahre Haft. Wenn der Missbrauch mit einer schweren Körperverletzung verbunden ist, beträgt der Strafrahmen sogar zehn Jahre Haft.

Wie berichtet, stehen derzeit insgesamt fünf Patres des Stiftes Kremsmünster im Verdacht, sexuelle und andere Gewalttaten an Schülern begangen zu haben. Am 10. März brachten die OÖN den Stein ins Rollen: Ein ehemaliger Internatsschüler erhob schwere Vorwürfe, vor allem gegen Pater A. vom Stift Kremsmünster. Einen Tag später gab der Abt des Stiftes, Ambros Ebhart, in einer Pressekonferenz die Suspendierung von Pater A. und zwei weiteren Patres bekannt.

Dann ging Pater P., der in den 1990er Jahren Schüler sexuell missbraucht haben soll, in die Offensive und brachte gestern die Selbstanzeige zur Polizei Kremsmünster. Diese leitete das Schriftstück an die Staatsanwaltschaft Steyr weiter, die Taten könnten noch nicht verjährt sein.

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Artikel Von Gerhard Lukesch 16. März 2010 - 00:04 Uhr
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