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Oberösterreich

Josefa Fasching: „Hitze, Stress und schöne Geburten“

Josefa Fasching reist ins größte Flüchtlingslager der Welt, um Frauen zu helfen.

Hebamme Flüchtlingslager

Josefa Fasching aus Waldhausen wird sich bis 13. Oktober in einem Feldspital um schwangere Frauen und Mütter kümmern. Bild: Hans Hofer Fotografie

Ihr erster Einsatz für das internationale Rote Kreuz führt Josefa Fasching aus Waldhausen gleich in das größte Flüchtlingslager der Welt an der Grenze zu Myanmar in Bangladesch. Dort will die Hebamme werdenden Müttern eine sichere Geburt ermöglichen. Vor kurzem reiste sie in das Einsatzgebiet und wird noch bis Oktober bleiben.

Die 50-Jährige betreut in einem Krankenhaus in Guinea auch ein Projekt names Frouki, bei dem sie die einheimischen Hebammen schult und ihnen zeigt, wie sie mit den vorhandenen Mitteln das Größtmögliche erreichen – sie kann also bereits einiges an Auslandserfahrung vorweisen.

„Es ist mein Plan, Frauen in dem Ausnahmezustand der Geburt, der ja nicht so oft im Leben vorkommt, zu unterstützen.“ Das gilt auch für ihren baldigen Einsatz für das Rote Kreuz in Myanmar, wo sie in einem Feldspital arbeiten wird. „Ich erwarte Hitze, Stress und schöne Geburten“, sagt Fasching über einen der schwierigsten Einsätze, die das Rote Kreuz derzeit bewältigt. Auf endlosen Hügeln reihen sich selbstgebaute Zelte aus Bambusgerüsten und Plastikplanen sowie Wellblechhütten aneinander, in denen insgesamt über eine Million Rohingya leben, die vor Verfolgung in Myanmar geflüchtet sind. Darunter sind 70.000 schwangere Frauen. Erschwert werden die Hilfeleistungen derzeit durch die sintflutartigen Regenfälle, die es wegen der Monsunzeit in der Region gibt.

Fasching lässt sich davon nicht unterkriegen: „Ich will werdenden Müttern eine Geburt in Würde und Sicherheit ermöglichen. Der Respekt vor dem Leben ist meine Antriebsfeder.“ Ihr Ziel sei es, Menschen zu helfen, denen es weniger gut geht als hier in Österreich. Ihre Familie und Freunde würden nichts anderes von ihr erwarten, deshalb freuten sie sich für sie und gaben Fasching nur gute Wünsche mit.

Bleibt sie einmal länger in Österreich, betätigt sich die Waldhausenerin als freiberufliche Hebamme, praktiziert als Yogalehrerin, treibt gerne Sport und genießt die Natur.

 Einen Bericht über Josefa Fasching lesen Sie hier 

 

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Artikel Lisa-Maria Langhofer 08. September 2018 - 00:04 Uhr
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