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Oberösterreich

Johann Orth: Norweger-Nachfahren dürfen „Habsburger-Grab“ öffnen

GMUNDEN/BERGEN. Neues im Fall jenes mysteriösen Norwegers Hugo Köhler, der zu Lebzeiten behauptet hatte, in Wahrheit der verschollene Habsburger Erzherzog Johann Orth zu sein: Die Nachfahren dürfen sein Grab öffnen. Nun soll eine DNA-Analyse die Wahrheit ans Licht bringen.

Jan Frode Johansen, norwegischer Ahnenforscher Bild: OÖN

Per E-Mail hat die OÖN-Redaktion ein Schreiben des norwegischen Ahnenforschers Jan Frode Johansen erreicht.

„Entgegen aller Erwartungen der anderen Ahnenforscher in Norwegen, die nicht daran geglaubt haben, haben wir nun alle amtlichen Genehmigungen zur Öffnung des Grabes erhalten“, informiert Johansen die OÖN. Er unterstützt die norwegischen Nachfahren des 1945 verstorbenen Einwanderers Hugo Köhler, der Zeit seines Lebens behauptet hatte, in Wirklichkeit der vom Habsburg-Clan verstoßene Erzherzog Johann Salvator von Österreich-Toskana zu sein. Erzherzog Johann residierte einst im berühmten Seeschloss Ort am Traunsee-Ufer in Gmunden.

Mehr als ein Jahr lang hat sich die Familie Köhler-Nielsen nun bemüht, das Grab öffnen zu lassen und Licht ins Dunkel um die wahre Herkunft ihres Ahnen zu bringen. Sie waren dafür auch von vielen Neidern angefeindet worden.

DNA von Knochen

Nun habe die Familie alle Genehmigungen für die Öffnung des Grabes, um DNA-Material von Knochen und Zähnen des Verstorbenen entnehmen zu können. Ahnenforscher Johansen schreibt, dass die Grab-Öffnung bereits in den kommenden Jänner-Wochen passieren werde. Diese werde im Beisein von Richter, Anwalt und Vertretern der Kirche in Kristiansand abgewickelt werden.

„Wenn Vertreter der Familie Habsburg dabei sein möchten, sind auch sie herzlich eingeladen“, schreibt der Ahnenforscher.

Ihn beschäftigt die Causa Hugo Köhler bereits seit mehreren Jahren. Der heute 26 Jahre alte Elektriker Henrik Danielsen, ein Urenkel von Hugo Köhler, erbte an seinem 20. Geburtstag von seinem Vater einen Schlüssel zu einem mysteriösen Schließfach. Darin befanden sich zahlreiche Papiere und Dokumente des Ahnen. Schließlich bat die Familie Ahnenforscher Johansen um Hilfe. Unter den entdeckten Dokumenten befand sich auch ein Hofkalender, dessen Echtheit von einem norwegischen Gericht sogar bestätigt worden ist. Aber waren der verschollene Erzherzog und der angeblich aus Deutschland stammende Norwegen-Migrant Hugo Köhler wirklich ein und dieselbe Person?

Mögliche Orth-Erben

Diese Frage soll nun ein DNA-Test klären. Die Köhler-Nachfahren, die theoretisch als Orth-Erben gelten, wollen das DNA-Material von den sterblichen Überresten Köhlers mit den genetischen Merkmalen noch lebender Habsburg-Nachkommen von Erzherzog Johann vergleichen lassen. „Wir sind jetzt wirklich froh, dass wir uns der Antwort Schritt für Schritt nähern“, schreibt Ahnenforscher Johansen.

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Artikel Von Christine Buchinger und Robert Stammler 23. Dezember 2008 - 00:04 Uhr
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