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Oberösterreich

Hitze löste zahlreiche Brände in Landwirtschaft aus

OBERÖSTERREICH. Die Hitze hat am Mittwoch zu zahlreichen Bränden in der Landwirtschaft geführt. Feuerwehren mussten etwa in Steyregg, Pettenbach oder St. Marien ausrücken. Dort waren Strohpressen in Brand geraten. In Gunskirchen löste eine "Spritztour" einen Feldbrand aus.

Die Spritztour eines 17-Jährigen in Gunskirchen endete mit einem Feldbrand. Bild: Matthias Lauber

Hohe Temperaturen und das Dreschen von Stroh: Diese Kombination löst derzeit viele Brände aus, sagte Landesfeuerwehrkommandant Wolfgang Kronsteiner am Donnerstag nachrichten.at. Der Staub, der beim Dreschen entstehe, entzünde sich rasch in der derzeitigen Hitze. 

Gerstenfeld brannte

Im Gegensatz dazu war der Grund, warum am Mittwochnachmittag in Gunskirchen im Bezirk Wels-Land ein Gerstenfeld zu brennen begonnen hat, ungewöhnlich: Eine "Spritztour" mit einem nicht zum Verkehr zugelassen Pkw über ein Gerstenfeld wagte ein 17-Jähriger in Gunskirchen (Bezirk Wels-Land). Im Auto (Baujahr 1992) fuhren seine beiden Brüder (11 und 15 Jahre) sowie ein 16-Jähriger mit.

Nach einigen Minuten Fahrzeit auf dem Feld bemerkte der Schüler Rauchentwicklung im Motorraum. Er fuhr sofort aus dem Feld und sah, dass das Gerstenstroh hinter dem Pkw in Brand geriet. Das Feuer im Motorraum konnten die Burschen mit Wasser rasch löschen.

Ein 25-Jähriger aus Pichl bei Wels war zu diesem Zeitpunkt mit einem Mähdrescher auf dem Feld im Ernteeinsatz. Als er das Feuer sah, verständigte er sofort die Feuerwehr und fuhr mit dem Erntegerät aus dem Feld. Die Freiwilligen Feuerwehren Gunskirchen, Fernreith und Wels waren mit 37 Mann im Einsatz und konnten den Brand rasch löschen. Ein Übergreifen auf ein angrenzendes Grundstück mit Wohnhaus und Nebengebäuden könne verhindert werden. Personen waren durch den Brand nicht gefährdet. Der entstandene Schaden dürfte eher gering sein.

Auch in Steyregg brannte es

Im Gemeindegebiet von Steyregg geriet eine Strohpresse in Brand. Die Flammen griffen auf den Traktor über und breiteten sich im Anschluss auf das Feld aus. Begünstigt durch den Wind stand in kürzester Zeit ein Großteil des Feldes in Brand, die Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun um Brand unter Kontrolle zu bringen und zu löschen löschen. Am Traktor und an der Strohpresse entstand ein Totalschaden. Der Landwirt schätzt den Schaden auf rund 100.000 €.

Sechs Feuerwehren bei Brand einer Strohpresse in Pettenbach im Einsatz

Sechs Feuerwehren standen Mittwochabend bei einem Brand einer Strohpresse in Pettenbach (Bezirk Kirchdorf an der Krems) im Einsatz.

Der beginnende Brand der Strohpresse endete glücklicherweise glimpflich. Weil Wasser mitgeführt worden war und nach dem Bemerken des Brandes vorbildlich reagiert wurde, konnten die Arbeiter vermutlich einen größeren Brand und somit größeren Schaden erfolgreich verhindern. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde das Arbeitsgerät schließlich leergefahren und anschließend mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Nach kurzer Zeit konnten die Einsatzkräfte Entwarnung geben und die Arbeiten konnten fortgesetzt werden. Verletzt wurde niemand.

Vier Feuerwehren bei Feldbrand in St. Marien im Einsatz

Vier Feuerwehren standen Mittwochabend bei einem Feldbrand in St. Marien (Bezirk Linz-Land) im Einsatz. Während Erntearbeiten kam es zu einem Brand in dem Feld. Die Feuerwehren konnten Brand rasch eingrenzen und schließlich ablöschen. Verletzt wurde niemand.

Landesfeuerwehrkommandant Kronsteiner spricht angesichts der Häufung derartiger Brände von einem "Grundrisiko" in der Landwirtschaft. "Es gibt kein Jahr, in dem es nicht zu derartigen Vorfällen kommt", sagt er. Anzuraten sei ein rasches persönliches Eingreifen sowie die schnelle Alarmierung der Einsatzkräfte. 


 

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Artikel nachrichten.at 06. Juli 2017 - 08:18 Uhr
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