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Oberösterreich

Hermann Maier macht sich für Asylwerber stark

Von nachrichten.at/apa   14. Juli 2018 15:19 Uhr

Hermann Maier

LINZ. Nun tritt auch die österreichische Prominenz dafür ein, Asylwerber ihre Lehre abschließen zu lassen, selbst wenn sie abgeschoben werden könnten.

Die entsprechende Initiative des oberösterreichischen Landesrats Rudolf Anschober (Grüne) hat mit dem ehemaligen Skistar Hermann Maier, Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky und dem Percussionisten Martin Grubinger bekannten Zuwachs erhalten.

"Ein Gebot der Menschlichkeit"

Maier erklärt in einer Stellungnahme, überzeugt zu sein, dass es ein Gebot der Menschlichkeit sei, diesen Menschen auch weiterhin eine Chance zu geben. "Aus eigener Erfahrung und aus meiner Zeit als Maurer weiß ich, wie wichtig es vor allem für junge Menschen ist, eine geeignete Ausbildung und Aufgabe zu finden. Allein das bildet schon die Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration", so Maier und weiter: "Wenn der Wille da ist, eine Begeisterung und Leidenschaft, dann sollte man unbedingt auch Wege ebnen".

Regisseur Ruzowitzky konstatiert: "Wenn diese Menschen sich der Hilfe in besonderem Maße würdig erweisen, etwa, indem sie hier eine Lehre beginnen, arbeiten, Steuern zahlen, ist das auch eine Form des Dankes. Wie schäbig, nicht zu helfen, wie schäbig, Dank zurückzuweisen."

"Erweisen wir uns als würdig"

Grubinger nennt es einen schweren Fehler, gut integrierte, hoffnungsvolle und fleißige junge Menschen, die in der Gesellschaft mit ihrer Tatkraft und Motivation dem Land dienen möchten, kurzerhand abzuschieben. "Humanismus, Mitmenschlichkeit, Barmherzigkeit und Nächstenliebe sind wichtige Parameter unserer Nation. Erweisen wir uns würdig!", so der Star-Percussionist.

52.000 Unterstützer

Insgesamt hat die Initiative laut Anschober-Aussendung bereits 52.000 Unterstützer, darunter über 500 Unternehmen von Josko bis Umathum und Trachten Tostmann, 85 Gebietskörperschaften von den Städten Wien über Linz bis Innsbruck und weitere Prominente wie Josef Hader, Katharina Stemberger und nicht zuletzt Ex-VP-Chef Reinhold Mitterlehner.

Die Regierung lehnt freilich bisher eine Aufweichung der Bestimmungen ab und argumentiert, dass nur der Besuch einer Lehre nicht vor Abschiebung schützen könne, wenn der Asylantrag negativ beschieden werde.

 

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