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Oberösterreich

Helmut Renöckl: Ein Professor, der Ethik verschrieben

Von Roswitha Fitzinger   14. März 2013

Helmut Renöckl
Helmut Renöckl, Ethikforscher

Ethikforscher Helmut Renöckl wurde mit der Landes-Kulturmedaille geehrt.

Er ist Wissenschafter und Ethikforscher und sprüht vor Energie. Wer einmal Helmut Renöckl zugehört, mit ihm gesprochen hat – und sei es nur am Telefon – der hat sie gespürt, die Begeisterung für sein Fach. Die Ethik hat es dem Wissenschaftler angetan. Sie passt hervorragend zu ihm. Das sagt er selber. „Wie gelingt Leben, diese Frage hat mich immer schon interessiert.“

Landeshauptmann Josef Pühringer hat ihm kürzlich anlässlich einer Feierstunde zu seinem 70. Geburtstag die Kulturmedaille des Landes überreicht. Ob Wirtschaftsethik, Medizinethik, Ethik in Naturwissenschaft und Technik, seine Fachbereiche sind weit gestreut. Er lehrt an der Katholisch-Theologischen Privatuni ebenso wie an der Kepler-Universität und an der Theologischen Fakultät in Budweis, ist außerdem in der Diözese Linz als Referent in der Erwachsenenbildung tätig. Nicht zu vergessen seine Jahre an der Uni in Erfurt. Bis 1995 lebte er drei Tage in Linz, jeweils zwei Tage in Budweis und Erfurt. „Ein Leben in drei verschiedenen Welten in rasender Veränderung. Das war irrsinnig prägend“, sagt er. Darüber hinaus ist Professor Renöckl einer der Initiatoren und inhaltlichen Begleiter des Medizinethikseminars, er arbeitet im Landeskulturbeirat und im Gentechnikbeirat des Landes mit und ist ordentliches Mitglied der „Europäischen Akademie für Wissenschaften und Künste“.

Wer denkt, dass bei all diesen Aktivitäten keine Zeit für Hobbys bleibt, der irrt. Helmut Renöckl widmet sich mit besonderer Vorliebe und „im Laufschritt“ seinem Garten. Er habe einen grünen Daumen, sagt er: „Wenn man das Gehirn so strapaziert, ist die Finger in der Erde zu haben, ein ungeheuer guter Ausgleich.“

Ans Aufhören oder Kürzertreten denkt der 70-Jährige eigentlich nicht. „Mein einziger Ehrgeiz ist, dass sie einmal sagen: Schade, dass er aufhört.“ Noch aber spürt er das Interesse, vor allem seiner Studenten, und das gibt Energie. „Wissen Sie, müssen tue ich gar nichts mehr, und das ist eine herrliche innere Freiheit.“

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