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Oberösterreich

Haslacherin zeigt: Nachhaltigkeit hat Sinn – auch bei der Bettwäsch‘

Christina Leitner vom Textilen Zentrum Haslach entwickelt nachhaltige Mode – auch fürs Bett. Mit ihrer Kollektion „Gute-Nacht-Tierchen“ hat sie jetzt den Slow Fashion Award gewonnen.

Haslacherin zeigt: Nachhaltigkeit hat Sinn – auch bei der Bettwäsch‘

Christina Leitner, Leiterin des Textilen Zentrums Haslach. Bild: privat

In puncto Nachhaltigkeit kann der „Textilen Kultur Haslach“ wohl so schnell niemand etwas vormachen. Die Fasern für alle Produkte kommen von der Lenzing AG. Gewebt werden die Stoffe dann auf Jacquardwebmaschinen in den Räumlichkeiten der alten Textilfabrik von Haslach.

„Wir nehmen Nachhaltigkeit ernst. Wir produzieren ausschließlich qualitätsvolle Stoffe aus Rohstoffen, die aus der Region kommen. Sogar die Knöpfe werden auf einer 70 Jahre alten Maschine mit dem Gewebe überzogen“, sagt Christina Leitner, die das „Textil Zentrum Haslach“ leitet. Dieses Zentrum, das sich gerade im Aufbau befindet, wird künftig Produktionsstätten, ein Weberei-Museum, sowie Kurse und Lehrgangsprogramme unter dem gemeinsamen Dach der alten Fabrik vereinen. „Wir wollen hier die Vergangenheit und auch die Zukunft textiler Gestaltung in der Region sichtbar machen“, sagt Leitner.

Fasern kommen aus Lenzing

Kein Wunder also, dass die Agentur für regionale Mode auf die Mühlviertlerin aufmerksam wurde und ihr den „Slow Fashion Award“ verliehen hat. „Die Slow-Fashion-Bewegung ist ein Pendant zur Slow-Food-Bewegung und will regionale Mode fördern und in den Vordergrund rücken - für unsere Produkte braucht es keine langen Transportwege, keine verschwendete Energie“, erklärt Leitner.

Sie selbst hat in Haslach ihre Wurzeln. „Hier wohnt meine Familie, hier bin ich zur Volksschule gegangen.“ Nach dem Studium in Linz und Salzburg ist die 35-Jährige für drei Tage pro Woche wieder heimgekehrt und es hat sich ausgezahlt. Das von Leitner in Haslach entwickelte Design GuNaTies („Gute-Nacht-Tierchen“) wurde mit dem Slow Fashion Award ausgezeichnet. Und man erzählt sich, dass sich die Jury am liebsten gleich in die Sieger-Entwürfe von Christina Leitner und ihrem Team hinein gekuschelt hätte. Die Idee hinter der regionalen „Mode fürs Bett“: „In den korallenartigen Mustern der Bettwäsche, der Handtücher und Kuscheltiere soll man – bei längerem Hinschauen – kleine Tierchen entdecken, die einen sanft in den Schlaf wiegen“, sagt Leitner. „Wir wollen unseren Produkten auch eine Seele einhauchen“, sagt sie. Groß vermarkten will sie die Serie nicht. „Wir verstehen unsere Produkte hier in Haslach als Boten, die die Leute dazu animieren sollen, zu uns zu kommen und zu sehen, wie regionale Mode funktioniert und dass man Nachhaltigkeit erleben kann, erspüren kann.“

Info: textile-kultur-haslach.at

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Artikel Barbara Rohrhofer 09. Februar 2012 - 00:04 Uhr
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