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Oberösterreich

Hans Kienberger: Trotz Oberschenkelbruch im Einsatz

Hans Kienberger (69) zieht die Fäden beim Welser Innenstadt-Kriterium

Hans Kienberger, der Radsportler bleibt trotz des Sturzes ein Optimist Bild: privat

Es ist eine Faszination aus der Kindheit, die Hans Kienberger bis ins Rentner-Alter auslebt: Der Welser liebt Radsport und opfert dafür unzählige Stunden. Er organisierte den Zieleinlauf bei der Schlussetappe der Österreich-Radrundfahrt in Wels. Nun laufen beim ihm die Fäden zur Organisation des 20. Innenstadt-Kriteriums zusammen: Mittwoch werden Radprofis mit bis zu 60 km/h durch Wels flitzen.

„Als Schüler war ich fasziniert vom Surren der Räder, der Technik dahinter, den Kurvenlagen bei den Rennen um den Linzer Südbahnhofmarkt“, erinnert sich der gebürtige Linzer. Mit 16 Jahren fuhr er im Dress von Post-Admira sein erstes Rennen: Das Vogelweide-Kriterium in Wels, organisiert von der Welser Radsport-Legende Harry Amringer.

Damals ahnte der gelernte Repo-Fotograf nicht, dass Wels der Liebe wegen seine neue Heimat wird: Auch Theresia ist begeisterte Ausdauer-Sportlerin und lief – begleitet von Hans – binnen sechs Tagen 230 Kilometer durch die Wüste.

Dem Radsport blieb Kienberger in Wels treu, wenngleich er erst 2012 dem Radclub beitrat. „Ich hab’ natürlich alle Leute schon gekannt.“ Mittlerweile ist er Stellvertreter von Obfrau Renate Friedl.

Seit 2013 leitet er das OK-Team beim Kriterium: Mehr als 70 Freiwillige langen zu, wenn Kienberger ruft: Tribünen werden aufgebaut, Absperrgitter aufgestellt, Transparente montiert und aufblasbare Werbebögen positioniert. Morgen beginnt die Hauptarbeit, sie endet Donnerstag. „Nach der Zieldurchfahrt startet der Abbau, zwei Stunden später sind die Straßen in der Innenstadt wieder frei.“

Heuer hat der zweifache Vater und vierfache Opa ein Handicap: Bei der „Tour de Traun“ Ende Juni von Obertraun nach Traun stürzte er in Marchtrenk bei einer Bahn-Unterführung. „Ich wurde von Mitfahrern in die Zange genommen und konnte nicht mehr ausweichen“, erzählt Kienberger, der sich teilweise noch auf Krücken stützen muss: „Glatter Oberschenkelbruch links: Gott sei Dank sind Wirbelsäule und Kopf heil geblieben, der Bruch heilt wieder.“

 

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Artikel Friedrich M. Müller 30. Juli 2018 - 00:04 Uhr
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