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Oberösterreich

Franz Asanger: Brückenbauer für Lehrer und Schüler

Von Friedrich Salmen   30. November 2013

Franz Asanger
»Religionslehrer wie ich müssen sehr sensibel beobachten, was sich gesellschaftlich verändert und die Schüler abholen, wo sie stehen.« Franz Asanger, neuer Leiter des Schulamtes der Diözese Linz

LINZ. Der Perger Franz Asanger ist der neue Leiter des Schulamtes der Diözese Linz: Er sieht sich als Brückenbauer für Lehrer und Schüler.

Es ist ein emotionaler Abschied, als Franz Asanger durch die Klassen des Linzer Bischöflichen Gymnasiums Petrinum geht, Schülern und Kollegen die Hand schüttelt. Im Petrinum habe er sechs Jahre als Gymnasiast, Schulsprecher und fast 14 Jahre als Direktor "ein Stück Lebenserfüllung gefunden", sagt der 55-jährige Perger.

Ab morgen, dem ersten Adventsonntag, übernimmt Asanger eine neue Aufgabe: Er wird neuer Leiter des Schulamtes der Diözese Linz und folgt damit den interimistischen Leitern Christoph Baumgartinger und Willibald Burgstaller nach. Das Schulamt koordiniert die Tätigkeit von rund 1400 Religionslehrerinnen (zirka 940 Frauen und 460 Männer) aller Schultypen in Oberösterreich und ist inhaltlich für die Weiterentwicklung sowie die Betreuung des Religionsunterrichtes in der Diözese zuständig.

Das Wort Chef mag Asanger nicht besonders: "Ich sehe mich als Brückenbauer für Lehrer und Schüler. Er wolle nicht von oben herab dirigieren, sondern Menschen ins Boot holen. Lehren sei immer Beziehungsarbeit. "Wenn man Kindern und Jugendlichen etwas vermitteln will, muss die Beziehung passen. Ich fühle mich noch immer als Lehrer. Wir müssen sehr sensibel beobachten, was sich gesellschaftlich verändert und die Schüler abholen, wo sie stehen", sagt der Perger. Das Schulamt der Diözese Linz habe auch die Obsorge für rund 50 römisch-katholische Privatschulen.

Asanger ist als Sohn eines Maurerpoliers mit drei Geschwistern in Saxen aufgewachsen. Nach der Matura im Petrinum hat er in Salzburg Theologie und Germanistik studiert und dann 17 Jahre am BORG Perg Religion und Deutsch unterrichtet. Er sei auch Religionslehrer an der HLW Perg und an der Polytechnischen Schule Perg gewesen. Mit seiner Frau und seinen erwachsenen Kindern (zwei Töchter, ein Sohn) habe er die Liebe zur Musik gemeinsam. Er möge vor allem Klassik und Jazz, lese am liebsten österreichische Gegenwartsliteratur und fotografiere beim Wandern gern die Natur.

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