Lade Inhalte...

Oberösterreich

Feuerball über Oberösterreich

Von Marlies Czerny   07. März 2016 15:54 Uhr

Feuerball über Oberösterreich
Dieses Bild ist Karl Filimon auf der Sternwarte Gahberg am Attersee gelungen

WEYREGG/ATTERSEE. Auf der Sternwarte Gahberg wurde das Bild jenes hellen Meteors aufgenommen, der Augen- und Ohrenzeugen Sonntagnacht in Oberösterreich und Bayern zum Staunen brachte.

Es war Sonntagnacht um 22.36 Uhr, als Karl Kaiser in Aigen-Schlägl beim Blick zum Himmel seinen Augen kaum traute: "Zuerst der helle Bolide und fünf Minuten später das Donnergrollen. Ein unglaubliches Erlebnis", schildert der Hobby-Astronom aus dem Mühlviertel. Viele Menschen hatten an diesem Abend ein Aha-Erlebnis. Besorgte Anrufer meldeten sich bei der Polizei in Bayern, wo das Schauspiel ebenso zu beobachten war.

Ein Schnappschuss ist Karl Filimon auf der Sternwarte Gahberg am Attersee gelungen. Das Bild kreist nun auch durch deutsche Medien. An sich sind hell leuchtende Meteore nichts Außergewöhnliches am Himmel. "Ich erwische am Gahberg etwa 20 hellere und schwächere pro Jahr", erklärt Filimon. "Nur so besonders hell, donnerartig und in unserer Nähe, das ist äußerst selten." Er erinnert an den Fall Neuschwanstein. 2002 ging im österreichisch-bayerischen Grenzgebiet ein Meteorit nieder. Damals war das Echo aus der Bevölkerung groß. Drei Fragmente aus dem Weltall konnten gefunden werden. Auch, weil mithilfe von gutem Fotomaterial der Fundort berechnet werden konnte.

An der Tschechischen Akademie der Wissenschaften – sie ist weltweit führend in der Auswertetechnik – werden die Himmelsbilder berechnet. Sieben hochwertige Fotos der Feuerkugel vom Sonntag gibt es. Eine davon stammt aus Filimons Spiegelreflexkamera. Sie ist bei der Sternwarte fix positioniert. Im Automatikmodus entstehen damit täglich 1000 Fotos mit einminütigen Belichtungszeit. "Es freut uns, wenn wir Hobby-Astronomen an der Wissenschaft beteiligt sind."

Landete Meteorit auf der Erde?

Filimon bekam noch jenen Hinweis aus dem astronomischen Institut, dass er sich für eine Suche rüsten könne. Der Meteorit könnte im bayerischen Raum niedergegangen sein. "Aufgrund der Helligkeit und Wahrnehmung ist es anzunehmen, dass Bruchstücke die Erde erreicht haben", vermutet Hobby-Astronom Hermann Koberger. Er war in Fornach im Bezirk Vöcklabruck ein Ohrenzeuge.

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Oberösterreich

13  Kommentare expand_more 13  Kommentare expand_less