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Oberösterreich

Ferdinand Kaineder: Ein Rucksack voll mit Ideen fürs Klima

Klimapilger Ferdinand Kaineder geht momentan zu Fuß durch Oberösterreich.

Gut gegangen

Ferdinand Kaineder Bild: VOLKER WEIHBOLD

Knapp 400 Kilometer wird der Mühlviertler Ferdinand Kaineder (55) bis zum 8. November zu Fuß von Wien nach Salzburg zurücklegen. Der Sprecher der Ordensgemeinschaften beschreitet seit 17. Oktober mit Weggefährten und vielen Tagesgästen einen Pilgerweg für mehr Klima-Gerechtigkeit. Momentan befindet sich die Gruppe in Oberösterreich, erreicht heute Nachmittag Linz. Station wird bei Projekten und Menschen gemacht, die Ideen für alternative, ressourcensparende Lebensweisen etabliert haben. Von energieeffizienter Bauweise bis zum Konzept der Klimabündnis-Gemeinden.

„Es ist schön, zu sehen, wie viele Menschen sich über das Thema Gedanken machen, und wie viele gute Ideen für ein besseres Klima wir bereits in unsere Rucksäcke packen konnten“, sagt Kaineder den OÖNachrichten während einer Verschnaufpause im Raum Langenstein. Vom Büro hinein in die Wanderschuhe und täglich unterwegs sein, das ist für den leidenschaftlichen Wanderer und Weitgeher kein Problem. „Zumal das Gehen nicht kaputt macht, sondern im Gegenteil kräftigend wirkt.“ Das Gehen ist für Kaineder eine Möglichkeit „zu einem einfachen und damit glücklichen Leben“.

Ein Beitrag zum Klima-Gipfel

Es gelte, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und den Wohlstands-trott ein Stück weit abzuschütteln. „Wir laden auch ein, ein Stück des Weges mit uns gemeinsam zu gehen. Das Projekt soll Menschen in erster Linie Mut machen“, sagt Kaineder. Der studierte Theologe ist verheiratet und Vater von drei Kindern.
Klimapilger sind momentan in ganz Europa unterwegs. Ende November werden Delegationen in Frankreich am UNO-Klima-Gipfel teilnehmen und dort mit starker Stimme auftreten. „ In Paris besteht die Möglichkeit, dass sich substanziell etwas ändert.“ Führende Industrienationen würden demnach erkennen, dass sich der Kurs des exzessiven Ressourcen-Verbrauchs so nicht fortsetzen lässt.

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Artikel Martin Dunst 28. Oktober 2015 - 00:04 Uhr
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