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Oberösterreich

Familiendrama in Lichtenberg: Tochter fand Leiche

LICHTENBERG. Familiendrama: Tochter suchte nach der Mutter, weil diese am Montag nicht zur Arbeit gekommen war. Die Polizei fand einen Abschiedsbrief des 53-Jährigen und stellte eine Langwaffe sicher.

Mühlviertler erschoss Lebensgefährtin und beging Suizid: Tochter fand Leiche

Im Keller und im Schlafzimmer des Hauses wurden die zwei Leichen gefunden. Bild: Alexander Schwarzl

Der Schock sitzt tief in der kleinen Ortschaft in Lichtenberg. Kaum jemand findet Worte für die Tragödie, die sich in dem rustikalen Haus auf der kleinen Anhöhe abgespielt hat, das idyllisch von Pferdekoppeln umgeben ist. Hinter der ländlichen Fassade hat sich am Montag in den Morgenstunden ein Familiendrama abgespielt - nachrichten.at berichtete. Manfred L. (53) soll nach ersten Ermittlungen seine 45-jährige Lebensgefährtin Petra S. erschossen und sich dann selbst gerichtet haben. Die beiden begeisterten Sportler waren erst seit gut zwei Jahren ein Paar und hinterlassen drei Töchter, Petra S. ist gerade erst Großmutter geworden.

"Wir haben die beiden doch jeden Tag im Garten arbeiten gesehen. Ich kenn ihn, seit er ein Baby war, und bin mit ihm aufgewachsen. Ich glaube das einfach nicht", sagt eine Nachbarin und bedeckt ihr Gesicht mit den Händen, während im Haus gegenüber noch die Tatortermittler des Landeskriminalamts arbeiten.

Mann hinterließ Abschiedsbrief

Besonders tragisch war auch die Entdeckung der Bluttat. Weil die Arzthelferin in der Früh nicht zur Arbeit erschien, fuhr ihre Tochter zu dem Haus des Paares. Im Keller fand sie eine Leiche und glaubte, es handle sich um ihre tote Mama. Die junge Frau alarmierte sofort die Polizei. Diese leitete eine Alarmfahndung nach dem 53-jährigen Lebensgefährten als Tatverdächtigem ein – beendete diese aber wenig später wieder. Denn Kollegen fanden bei der Durchsuchung des Einfamilienhauses eine weitere Leiche im Schlafzimmer. Dabei handelte es sich eindeutig um Petra S. Erst da erkannten die Ermittler, dass im Keller die Leiche ihres Lebensgefährten lag. Die Tochter der Toten ist vom Roten Kreuz und einer Helferin des Kriseninterventionsteams betreut worden.

Der 53-Jährige schrieb vor seinem Suizid noch einen Abschiedsbrief. "Nähere Hintergründe sind darin nicht zu lesen, vermutlich waren es psychische Probleme", sagt Polizei-Pressesprecher Bernd Innendorfer. Es sei eine Flinte in dem Haus sichergestellt worden, ob es sich dabei um die Tatwaffe handelt, wird die Spurenauswertung klären. Nicht bekannt ist, ob Manfred L. die Langwaffe legal besessen hat. Eine Obduktion der Leichen ist für heute Vormittag angeordnet worden.

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Artikel Manuela Kaltenreiner 12. Mai 2015 - 00:04 Uhr
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