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Oberösterreich

Eskalation bei KPÖ-Demo in Linz: Vizerektor der Kunstuni verhaftet

LINZ. Die Demonstration der KPÖ zum 1. Mai in Linz endete gestern mit fünf Festnahmen und 22 Verletzten. Die Versammlung wurde zwar rechtmäßig angemeldet, geriet jedoch außer Kontrolle. Die KPÖ spricht von einer massiven Polizeiprovokation. Die Exekutive dementiert.

Eskalation bei KPÖ-Demo in Linz Vizerektor der Kunstuni verhaftet

Mehr als 20 verletzte Polizeibeamte und Demonstranten forderte die Auseinandersetzung auf dem Blumauerplatz. Bild: mediabox.at

Zu den folgenschweren Auseinandersetzungen war es gestern gegen 12 Uhr auf dem Blumauerplatz gekommen: Rund 700 Teilnehmern der Kundgebung standen rund 100 Polizisten gegenüber. Weil sich 50 Vermummte geweigert haben sollen, ihre Maskierung aufzugeben, wurden sie von der Polizei umstellt und am Weitergehen gehindert. „Unsere Beamten wurden mit Pfefferspray attackiert. Die Zahl unserer 20 verletzten Kollegen spricht für sich. Es wäre nichts passiert, wenn unseren Anordnungen Folge geleistet worden wäre“, sagte dazu Polizeidirektor Walter Widholm.

„Die Polizei verfolgte eine eindeutige Eskalationsstrategie. Ihre Präsenz und ihre Aktionen waren unangemessen, übertrieben und höchst provokant“, sagte gestern KPÖ-Bezirksvorsitzender Roland Hochstöger.

Im Zuge der Auseinandersetzung wurde auch der Vize-Rektor der Linzer Kunstuni, Rainer Zendron (53), der ursprünglich nicht am Sammelpunkt Blumau gewartet hatte, festgenommen. „Weil der Demonstrationszug nicht auf dem Hauptplatz eintraf, ging Rainer Zendron zu Fuß zur Blumau“, sagte ein Augenzeuge. „Dort hat Rainer beobachtet, wie mehrere uniformierte Polizisten ein junges Mädchen aus dem Kessel zerren wollten. Rainer wollte dazwischengehen. Plötzlich haben sich sechs Polzisten auf ihn gestürzt und ihn in einem Wagen weggebracht.“

Rainer Zendron und vier weiteren Verhafteten wurde Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen. Zwei der Festgenommenen wurden auch durch den Einsatz des Schlagstockes von Polizisten verletzt. Sie mussten vor der Einvernahme ärztlich behandelt werden.

Augenzeugen sprechen auch von einzelnen massiven Übergriffen von Polizisten durch die Verwendung des Schlagstockes. „Da wurde von manchen Beamten regelrecht sinnlos auf einige Teilnehmer drauflosgeprügelt.“

„Wir werden uns den Ablauf des Einsatzes genau ansehen. Sollte ein Beamter nicht korrekt gehandelt haben, wird das sicher festgestellt werden“, sagte Widholm.

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Artikel Von Gerhard Lukesch und Robert Stammler 02. Mai 2009 - 00:04 Uhr
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