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Oberösterreich

Dominiks großer Auftritt bei den Special Olympics

REGAU. Der Regauer mit Down-Syndrom kämpft bei den Spielen in Vöcklabruck um Medaillen.

Spiel, Satz und Sieg: Dominiks großer Auftritt bei den Special Olympics

Bei der Familie Altmann dreht sich alles um Tennis: Dominik (28) mit seinen Eltern Rosemarie und Norbert. Bild: privat

Tennis-Star Dominic Thiem hat bei den French Open den Sieg vor Augen. Ein anderer Dominik, nämlich Dominik Altmann, hat bei den am Freitag beginnenden Sommerspielen der "Special Olympics" in Vöcklabruck seinen großen Auftritt noch vor sich. Der 28-jährige Regauer ist ein Beispiel dafür, dass Inklusion auf sportlicher Ebene klappt: Seit vier Jahren spielt der mental Beeinträchtigte in der allgemeinen Klasse für den UTC Regau Tennis-Meisterschaft – das ist einzigartig.

Als Dominik 1990 als drittes Kind von Rosemarie und Norbert Altmann mit Down-Syndrom zur Welt kam, war der Schock groß. "Am Anfang denkt man nur an das Negative", schildert der Vater. Die Beeinträchtigung des Kindes anzunehmen, das sei anfangs hart gewesen. Verbal kann sich Dominik nur schwer verständigen, er drückt sich vor allem durch Körpersprache aus.

Nach einer Pause haben die Eltern mit dem Tennissport begonnen, Dominik war immer mit dabei. Mittlerweile spielt die ganze Familie. "Alle Vereinsmitglieder haben Dominik von klein auf gekannt und akzeptiert, so wie er ist", erklärt Norbert Altmann, ein ehemaliger Lebensberater.

Sein Sohn ist reguläres Mitglied beim UTC Regau und trainiert seit 20 Jahren mit Obmann Roland Pumberger. Das Training im Verein und die Meisterschaft sind für ihn wichtig. Hier spielt er nicht gegen andere Menschen mit Beeinträchtigung, sondern tritt gegen Mitglieder benachbarter Klubs an. "Im Wettkampf lebt er auf", beschreibt sein Vater Dominiks Einstellung. "Nur so ohne Punkte zu spielen, das ist ihm zu fad." Er ist ein Wettkämpfer, der auch mit Niederlagen umgehen kann. Der Regauer ist regierender Tennis-Bundesmeister bei den mental Beeinträchtigten. Bei den Sommerspielen vor vier Jahren wurde er im Einzel Zweiter, im Doppel holte er Gold. Die Chancen stehen also gut, dass er seine Medaillensammlung in Vöcklabruck am Wochenende vergrößern kann.

Sommerspiele als Chance

Günter Altmann sieht die Sommerspiele als Chance, einen Nährboden für die Inklusion zu schaffen, mit mental Beeinträchtigten offen umzugehen. "Die Eltern müssen aber den Mut haben, auf die Vereine zuzugehen", verknüpft er die Hoffnung damit, dass die "Special Olympics" einen nachhaltigen Effekt haben werden. Sein Wunsch ist es, dass die Inklusion dann auch in den Köpfen der Politiker einen Platz hat.

Special Olympics

 

Unter dem Motto „Brücken bauen“ finden die nationalen „Special Olympics“-Sommerspiele von 8. bis 11. Juni in und um Vöcklabruck statt. Mehr als 1500 Athleten aus zwölf Ländern und 600 Trainer werden anreisen.

Sportbewerbe werden in 18 Disziplinen an 15 Sportstätten in Vöcklabruck, Schörfling, Attersee, Vöcklamarkt und Pasching ausgetragen. Die ausgetragenen Sportarten sind: Golf, MATP, Segeln, Radfahren, Fußball, Tennis, Schwimmen, Open Water Schwimmen, Tischtennis, Leichtathletik, Power Lifting, Basketball, Stocksport, Tanzen, Reiten, Bowling, Boccia und Judo.

Bei der Eröffnungsfeier am Freitag ab 19.30 Uhr im Vöcklabrucker Stadion wirken mehr als 150 Musiker, Tänzer und Sänger aus der Region mit. Jeder Einzelne von ihnen, ohne ein Honorar dafür zu verlangen. Bei der Abschlussfeier am Montag wird Weltstar Martin Grubinger zusammen mit dem „Percussive Planet Ensemble“ live auf der Bühne stehen.

Der Zugang zu den Sportbewerben, Siegerehrungen und dem Showprogramm ist für die Zuseher kostenlos. Am Landungsplatz in Attersee sowie am Stadtplatz in Vöcklabruck sind Bühnen aufgebaut, auf denen neben Medaillenübergaben Musikgruppenauftreten.

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Artikel Gerhard Hüttner 06. Juni 2018 - 00:04 Uhr
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