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Oberösterreich

Die Zogajs verlassen heute das Land, um im Herbst wiederzukommen

FRANKENBURG. Gestern haben sich Arigona Zogaj, ihre beiden Geschwister und Mutter Nurie ihre Ausreisepapiere bei der BH Vöcklabruck abgeholt. Heute reist die Familie via Salzburg und Wien freiwillig in den Kosovo zurück. Im Herbst sollen die Zogajs wieder legal nach Österreich zurückkehren.

Die Zogajs verlassen heute das Land, um im Herbst wiederzukommen

Die Zogajs haben gesagt: Vergessen Sie uns nicht, Herr Pfarrer.}Pfarrer Josef Friedlüber die gestern erfolgte Verabschiedung mit den Zogajs Bild: klein

Christian Limbeck-Lilienau hat gestern ein letztes Mal ein von Nurie Zogaj gebackenes Weißbrot bekommen – wie jede Woche seit einem Jahr. Das war ein kleines Dankeschön der Kosovarin an den Besitzer des Frankenburger Schlosses Frein, der die Flüchtlingsfamilie vor zweieinhalb Jahren aufgenommen hatte.

Zuvor war Arigona mit ihrer Mutter in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, um ein „Laissez-Passer“ abzuholen, einen provisorischen Passierschein, der das Überfliegen anderer Staatsgebiete ermöglicht. Pässe oder Personalausweise haben die Zogajs nicht. Der Ungenacher Pfarrer Josef Friedl hatte sie um 9.30 Uhr besucht und eine Dreiviertelstunde später mit seinem roten VW nach Vöcklabruck chauffiert.

Von Pfarrer Friedl, der die Familie seit etwa drei Jahren unterstützt, haben sich die Zogajs gestern verabschiedet. Was sie gesagt haben? Friedl: „Vergessen Sie uns nicht, Herr Pfarrer.“ Josef Friedl bestätigte gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten, dass die Zogajs Österreich heute mit dem Flugzeug – via Salzburg und Wien – in Richtung Pristina verlassen.

„Diskrete Abwicklung“

Über den genauen Zeitpunkt der Ausreise schweigt Bezirkshauptmann Peter Salinger, der über den Medienrummel vor seinem Amt verärgert war. Kamerateams von PRO7 und ATV verfolgten Österreichs prominenteste Asylwerber auf ihrem Weg zur Behörde. „Interviews habe ich verweigert“, sagt Salinger. „Wir wollten das auf diskrete Weise abwickeln.“

Pfarrer Friedl, der gemeinsam mit der Volkshilfe die Zogajs im Kosovo unterstützen will, nennt als wahrscheinlichen Zeitpunkt für eine legale Rückkehr der Familie mit Schülervisa den Herbst: „Kurz vor Schulbeginn.“

Christian Limbeck-Lilienau bewertet die Chancen einer Rückkehr skeptisch und befürchtet neue bürokratische Hürden. Dennoch hat er eine schriftliche Zusage gegeben, dass die Familie bei einer Rückkehr wieder in der Wohnung im Schloss Frein leben könne.

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Artikel Von Gerhard Hüttner und Helmut Atteneder 15. Juli 2010 - 00:04 Uhr
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