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Oberösterreich

Die Mühlkreisbahn zum Hauptbahnhof: Eine Verbindung mit Fragezeichen

LINZ. Heute Nachmittag fällt im Landtag der Grundsatzbeschluss für das Projekt "Mühlkreisbahn neu". Wir übertragen die Sitzung, die seit 10 Uhr läuft, live.

Die Mühlkreisbahn zum Hauptbahnhof: Eine Verbindung mit Fragezeichen

Zukunftspläne: Verbindung vom Mühlkreisbahnhof zum Hauptbahnhof Bild: OON

Das Projekt beschäftigt heute den Landtag. Voraussichtlich mit den Stimmen aller Fraktionen wird dort ein Grundsatzbeschluss für die Modernisierung der Mühlkreisbahn fallen. Der Ausbau kostet bis zu 130 Millionen Euro, ein wesentlicher Teil ist die Weiterführung der Mühlkreisbahn bis zum Hauptbahnhof.

Trotz weitgehender Einigkeit im Landtag sind Zweifel am Sinn des Ausbaus nicht ausgeräumt. Offiziell spricht niemand darüber, doch insbesondere in Linz herrscht Skepsis.

Diese gründet auf Zahlen. Demnach kommen werktags täglich rund 2000 Menschen mit der Bahn am Mühlkreisbahnhof an. Doch nur 200 von ihnen setzen ihre Reise bis zum Hauptbahnhof fort. Das ergab eine Verkehrserhebung des Landes im Jahr 2012.

Die Landtagssitzung live

Steinkellner verteidigt Projekt

Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) verteidigt das Ausbau-Projekt. Es gehe nicht nur um die Menschen, die den Hauptbahnhof zum Ziel haben, sagt er. Viele Pendler würden Ziele entlang der geplanten Mühlkreisbahnstrecke durch die Stadt ansteuern.

Die Strecke deckt sich großteils mit der geplanten zweiten Straßenbahn-Schienenachse durch Linz. Anders als die Straßenbahn, die zum Bulgariplatz führt, mündet die Mühlkreisbahn allerdings in den Hauptbahnhof (siehe Grafik). "Die zweite Linzer Schienenachse wird eine wesentliche Entlastung für die Landstraße bringen", sagt Steinkellner.

Noch einen weiteren Nutzen hat die Verbindung laut Steinkellner: "Fahrgäste, die am Hauptbahnhof ankommen, können direkt am Bahnsteig 1 in die Mühlkreisbahn umsteigen." Der Bahnsteig sei ursprünglich für die Summerauer Bahn freigehalten worden und stehe zur Verfügung. "Jetzt müssen die Pendler am Hauptbahnhof morgens oft zwei bis drei Straßenbahnen abwarten, bis sie überhaupt einen Platz finden." Die Schnellbahnlinie S6 werde im Endausbau ein so attraktives Verkehrsmittel sein, dass viele Autofahrer umsteigen werden.

Bis es so weit ist, müssen die Pendler freilich noch warten. Es gibt noch keine konkrete technische Planung und auch die Finanzierung ist noch nicht geklärt. Steinkellner geht davon aus, dass der Bund zum Mitzahlen verpflichtet sein wird. "Darüber wird zu verhandeln sein."

2018 soll vorerst eine bessere Umstiegsmöglichkeit zur Straßenbahn für die Pendler am Mühlkreisbahnhof geschaffen werden. Die fertige Verbindung der Mühlkreisbahn zum Hauptbahnhof wird wohl noch einige Jahre dauern. "Wir sprechen hier von einem Zeithorizont bis zum Jahr 2025", sagt Steinkellner. (mini)

Grafik: 



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Artikel 02. März 2017 - 00:05 Uhr
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