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Oberösterreich

Die Experten des Verkehrsministers raten zu Tempo 100 auf der Autobahn

WIEN. Umweltbundesamt prüfte für Norbert Hofer Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase.

Die Experten des Verkehrsministers raten zu Tempo 100 auf der Autobahn

Hofer will Tempo 140, seine Experten raten ihm zu Tempo 100. Bild: Alexander Schwarzl

Zwei Wochen ist es her, dass Verkehrsminister Norbert Hofer (FP) die Einführung von Tempo 140 auf zwei Drittel aller österreichischen Autobahnen ankündigte. 14 Tage später sieht die Verkehrswelt schon wieder ganz anders aus. Denn ausgerechnet durch die vom Verkehrsministerium beauftragten Experten erhält dieser Plan nun einen ordentlichen Dämpfer.

Ihre Aufgabe war es, die effektivsten Maßnahmen für eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 zu erarbeiten. 50 Einzelmaßnahmen legten die Experten im "Sachstandsbericht Mobilität" vor. Eine davon ist für Hofer besonders unangenehm: Die angeregte Absenkung der generellen Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h auf Autobahnen und Schnellstraßen für alle Pkw.

Zeit für Klimapläne drängt

Ausgenommen wären lediglich Elektroautos. Sie dürften weiterhin 130 km/h fahren. 450.000 Tonnen Treibhausgase könnten durch die Geschwindigkeitsdrosselung jährlich eingespart werden. Dafür brauche es laut Umweltbundesamt auch keine langen Vorlaufzeiten. Das wäre sogar dringend notwendig, denn die Zeit drängt bereits. Bis zum Jahresende muss Österreich seine Energie-und Klimapläne in Brüssel vorlegen. Das große Ziel: Die 2015 im Pariser Klimavertrag festgelegten CO2-Reduktionen zu erreichen. Dazu müssen die Emissionen um insgesamt 36 Prozent reduziert werden. Mit einem Anteil an 45 Prozent ist in Österreich der Verkehr der größte Verursacher von Treibhausgasen.

"Weg führt nicht über Verbote"

Zielführend sei laut Umweltbundesamt auch eine Verdichtung der Ortskerne und eine Verkürzung der Wege zu Arbeit und Einkauf. Dafür müssten aber Gewerbeparks und Einkaufszentren auf der grünen Wiese keine Bewilligung mehr bekommen.

Verkehrsminister Hofer äußerte sich gestern kritisch zu dem an die Öffentlichkeit geratenen Vorschlag zur Tempodrosselung. "Der Weg zum Erreichen der ehrgeizigen Klimaziele führt im Verkehrsbereich über die Schaffung von Anreizen und nicht über Verbote", sagte er. Ziel war und sei es weiterhin, aus den 50 erarbeiteten Maßnahmen einzelne herauszunehmen. Die Teststrecken für Tempo 140 auf der Westautobahn werden jedenfalls weiterlaufen. "Die bisherigen Rückmeldungen sind positiv", sagte Hofer.

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Artikel OÖN 02. Oktober 2018 - 00:04 Uhr
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