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Oberösterreich

"Der Urfahraner Markt gehört zwei Mal im Jahr einfach dazu"

Von Herbert Schorn (Text) und Volker Weihbold (Fotos)   28. September 2015 00:04 Uhr

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Bild 1/55 Bildergalerie: Urfahraner Markt 2015

LINZ. Österreichs größter Jahrmarkt wurde am Samstag eröffnet – Tausende kamen am Wochenende.

Während ihre Kinder gerade auf einer riesigen Schaukel durch die Luft fliegen, steht Inesa Höflinger unten in der Menschenmenge und wartet. "Wir kommen vor allem wegen der Kinder auf den Urfahraner Markt", sagt die Leondingerin. Ihr selbst gefällt der Markt ebenso: "Ich bin am liebsten in den Ausstellungshallen und schaue, was es Neues gibt." Der Marktbesuch gehört für sie dazu: "Das ist zwei Mal im Jahr ein Pflichttermin. Der steht im Kalender."

Traditionell hatten am Samstag Bürgermeister Klaus Luger (SP) und Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider (VP) den Markt eröffnet: Um zehn gab es den obligaten Rundgang, bei dem der Bürgermeister jeden Beschicker persönlich begrüßte. Um Punkt zwölf dann der Bieranstich, für den Luger drei Schläge brauchte. Dass er, kurz vor den Wahlen, durchaus nervös war, ließ sich Luger nicht anmerken – gab es aber im Gespräch zu. "Ich bin angespannt. Wäre das einen Tag vor meiner ersten Wahl anders, wäre ich wohl eine Maschine."

Beim Stand der OÖNachrichten in Halle A machten Ludwig Rieger und Rudolf Schlader, zwei Urgesteine unter den Fahrgeschäftsbetreibern, Rast. Für Rieger endet hier jedes Jahr die Saison, die ihn bis nach Deutschland, Luxemburg und Holland führt. In Linz ist er mit acht Fahrgeschäften und 60 Mitarbeitern vertreten. "Ich mache das wirklich gerne", sagt der 44-Jährige. "Aber jetzt freue ich mich darauf, dass es über den Winter ruhiger wird."

Schlader: "Bessere Werbung"

Auch Rudolf Schlader liebt den Urfahraner Markt, wenngleich das Geschäft in den vergangenen Jahren nicht leichter wurde: "Es wird immer wichtiger, zur richtigen Zeit mit dem richtigen Fahrgeschäft am richtigen Ort zu stehen." Wer nicht darauf achte, könne viel Umsatz verlieren. "Zum Beispiel verdienen jene Fahrgeschäfte besser, die auf der rechten Seite des Menschenstromes stehen." Für die Zukunft wünscht er sich bessere Werbung für den Markt: "Viele Oberösterreicher wissen gar nicht, dass es der größte Jahrmarkt Österreichs ist. Das sollte man ändern."

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