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Oberösterreich

Der Preis für die Grenzenlosigkeit

BRAUNAU. Der Aenus-Preis 2014 als Auszeichnung für grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde am Donnerstag abend in einer feierlichen Gala im Schloss Ranshofen vergeben.

AENUS 2014

Stolze Aenus-Preisträger Bild: (HCH-Fotopress)

Die Preisträger in diesem Jahr sind Erich Marschall, der mit seinem Onlineportal „heuteessen.com“ in der Kategorie Wirtschaft gewann, die Alpenvereine Braunau und Simbach (Kategorie Vereine/Private/Organisationen) sowie die Arnstorfer Tafel, die den Sonderpreis für ihr grenzüberschreitendes Tafelprojekt erhielt. Aenus-Preis-Gründer Reinhold Klika berichtete zufrieden, dass mit 33 Einreichungen diesmal so viele Bewerber wie noch nie zu verzeichnen waren. Der Aneus-Preis wird seit 2001 im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben, Medienpartner sind die OÖNachrichten.

Gastronomie-Service im Web

Wirtschafts-Preisträger Erich Marschall hat mit dem Onlineportal www.heuteessen.com die Juroren überzeugt: Auf dieser Internetadresse bietet der Werbeprofi ein umfassendes gastronomisches Service an. So können tagesaktuelle Speisekarten sowie alle nötigen Informationen von Gasthäusern und Restaurants dies- und jenseits des Inns sofort abgerufen werden. Eine wertvolle Initiative für die Gastronomiebetriebe im Innviertel und Bayern – so die Begründung der Jury. Begeistert waren die Juroren auch von Marschalls Zusatzangebot, Gutscheine für die Gastbetriebe online abrufbar und bequem zu Hause ausdruckbar zu machen. Etwa 60 Gastbetriebe beteiligen sich mittlerweile an der Initiative des Braunauers. Laudator Klaus Berer hob die Bedeutung dieser Initiative für die Gastronomie der gesamten Grenzregion hervor.

"Ein Ziel, zwei Vereine" - ein Preis

Die Alpenvereine Braunau und Simbach holten den Sieg in der Kategorie Vereine/Private/Organisationen. Nicht nur beide Vereine arbeiten seit Jahren eng zusammen, an der Finanzierung einer Außen-Kletterwand im Simbacher Kletterzentrum beteiligten sich auch die beiden Städte Braunau und Simbach. 50.000 Euro steuerte der Braunauer Alpenverein bei, 25.000 Euro wurden aus der Braunauer Stadtkasse für dieses Projekt freigegeben. Dadurch können auch die Braunauer Kletterfreunde die gleichen Vorteile wie ihre Simbacher Vereinskollegen genießen. „Ein Ziel, zwei Vereine, eine Lösung“, sagte Laudator Günter Weibold in seiner Rede und merkte an, er hoffe, dass diese Zusammenarbeit eine Initialzündung für weitere grenzüberschreitende politische Entscheidungen sei. Die Obmänner der beiden Vereine, Martin Koppmann (Simbach) und Alexander Lison (Braunau) betonten die hervorragende Zusammenarbeit beider Vereine in den vergangenen Jahren.

Ehrenpreis für Arnstorfer Tafel

Den Ehrenpreis der Jury erhielt die Arnstorfer Tafel. Seit 2009 gibt es auch in Braunau eine Ausgabestelle der Arnstorfer Tafel, die Lebensmittel an Bedürftige ausgibt, die zwar von einwandfreier Qualität sind, die aber in Supermärkten nicht mehr ins Sortiment aufgenommen werden. Dieses Projekt sei ein Zeichen der Nachhaltigkeit, sagte Laudator Josef Knauseder. Den Preis nahm der Leiter der Ausgabestelle, Woofgang Fink, entgegen. 46 freiwillige Helfer kümmern sich darum, dass die Lebensmittel von den Geschäften abgeholt und im Braunauer Veranstungszentrum ausgegeben werden.

Otmar Karas zu Gast

Als Festredner war Europa-Parlamentarier Otmar Karas zu Gast. Direkt aus Strasbourg angereist, hob er die Bedeutung von Initiativen wie dieser hervor und erinnerte: „Ohne den Mauerfall vor 25 Jahren, ohne den Fall des Eisernen Vorhanges wären solche Veranstaltungen wie heute nicht möglich.“ Er sagte: „Europa findet in dieser Region statt. Hier ist Europa!“ Jedes einzelne Projekt, das für den Aenus-Preis eingereicht wurde, schaffe ein Bild der Begegnungen und Erfahrungen der Menschen miteinander. Die Grenzregion Innviertel-Bayern sei eine Modellregion, was die grenzüberschreitende Zusammenarbeit betreffe.

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Artikel Roman Kloibhofer 30. November 2014 - 13:10 Uhr
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