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Oberösterreich

Der Architekt, der den Campus neu plant

Von Marlies Czerny   28. September 2016 00:04 Uhr

"Wir haben das Glück, unterschiedliche Projekte zu begleiten. Wir wollen neue Zugänge finden. Frisch und mit Energie." Peter Riepl, der Linzer Architekt führt mit seiner Frau das Büro „Riepl Riepl“

Der Linzer Architekt Peter Riepl verpasst der Kepler-Uni ein neues Antlitz.

Peter Riepl ist so etwas wie ihr Visagist, wenn die Johannes-Kepler-Universität zum 50. Geburtstag ein neues Gesicht bekommt. Der Linzer bringt allerdings nicht Wattebausch und Make-up mit, sondern gute Ideen und neue Denkräume für die Studenten. In einem Architektenwettbewerb hat sich das Büro „Riepl Riepl“ gegen 69 Mitbewerber durchgesetzt.

Hinter Riepl und Riepl stecken Peter (64) und seine um zwei Jahre jüngere Ehefrau Gabriele. Sowie ein starkes Team an den beiden Standorten Linz und Wien mit je zwölf Mitarbeitern. „So überschaubar wie in einem Fußball-Team, da kennt man noch die einzelnen Spieler“, sagt Peter Riepl. Eine genaue Rollenaufteilung gibt es nicht bei ihm und seiner Frau. Und zwischen den einzelnen Team-Playern soll vor allem eines herrschen: Offenheit. Das zeigt sich auch im Büro auf dem Linzer OK-Platz, wo die Glasfenster und großen Tische Raum für Ideen lassen und keine Trennwände die Kommunikationsflüsse stören. Allergisch sei er gegen eines, sagt Riepl: Destruktivität.

In ihren Aufträgen lieben die Riepls die Abwechslung. Schon als sie das Büro 1985 gemeinsam gründeten, wollten sie sich nicht nur auf ein Standbein wie Wohnbau verlassen. Die Gastprofessur an deutschen Universitäten und Fachhochschulen ließ Riepl bleiben, als das Büro in Wien Formen annahm. Vom Kongresshaus in Schladming über die Kirche Sankt Franziskus in Steyr bis hin zum neuen Newsroom des ORF, der zurzeit am Küniglberg entsteht: Mit einer Betriebsblindheit gingen die Architekten noch nie an ihr Bauwerk. „Wir wollen bei unseren Projekten neue Zugänge finden. Frisch und mit Energie“, sagt Peter Riepl.

Wenn der Vater dreier Kinder (26, 31 und 33 Jahre) Raum für sich braucht, geht er in die Natur. Beim Wandern und auf Reisen findet er die Abwechslung, die er auch in seinem Beruf sucht. Das nächste Fernziel ist Brasilien: Im Dezember geht es mit seiner Frau, Freunden und Bekannten zur Kunstbiennale nach Sao Paulo.

 

 

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