Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 14. Dezember 2018, 09:27 Uhr

Linz: -1°C Ort wählen »
 
Freitag, 14. Dezember 2018, 09:27 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Das Linzer Auge ist Geschichte und ein Fall für den Gerichtsgutachter

LINZ. Das havarierte Linzer Auge muss so rasch wie möglich vom Donauufer weg. Es wird nicht mehr repariert. „Es ist Geschichte“, sagt der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch. Bevor es zum Abtransport zerlegt wird, soll aber ein Gerichtsgutachter das Wrack untersuchen.

Linzer Auge auf der Donau ist Geschichte und ein Fall für den Gerichtsgutachter

Nie wieder wird die Plattform vor dem AEC schwimmen.(OÖN) Bild:

„Schließlich geht es um die Frage, was die Ursache war, dass die Plattform beim Hochwasser weggerissen wurde, ob jemand etwas falsch gemacht hat, wer dann die Rechnung für die Bergung bekommt. Oder war gar nur die böse Donau-nixe schuld?“, sagt der Präsident der Architektenkammer Rudolf Kolbe, der als Initiator des Projekts gilt. Daher wird er heute seinem Architektengremium vorschlagen, einen gerichtlichen Gutachter zu bezahlen. „Wir wollen ja nicht den Vorwurf bekommen, dass ein Gutachter von uns befangen wäre“, sagt der Präsident.

„Für eine Reparatur ist kein Geld da“, sagt der Initiator. Der Kulturreferent der Stadt Linz, Vizebürgermeister Erich Watzl, dazu: „Die Architektenkammer hat schon genug Lehrgeld bezahlt. Das Hochwasser war ein Wink mit dem Zaunpfahl, den man ernst nehmen und das Schicksal nicht herausfordern sollte. Das Linzer Auge war ein temporäres Projekt.“

50.000 Euro hat die Stadt Linz dafür aus dem Linz09-Budget beigesteuert. Die noch zurückbehaltenen 20.000 Euro wird der Aufsichtsrat der Linz09-Gesellschaft heute voraussichtlich nicht freigeben.

Insgesamt etwa 50.000 Euro haben laut dem Linzer Bürgermeister Franz Dobusch auch die beiden Sponsoren Energie AG und Raika für die schwimmende Plattform zugesagt. Bezahlt wurde bisher etwa die Hälfte des Betrages.

Zuletzt Publikumsmagnet

Von einem Elektromotor angetrieben, hatte sich die schwimmende Plattform nach einer Pleiten-Pech-und-Pannenserie laut Architektenkammer „zu einem „Publikumsmagneten entwickelt“ – bis die Flut diesen dahinraffte. „Im Juli hätten wir als Stadt das Linzer Auge von der Kammer übernehmen sollen“, sagt Dobusch.

So bleibt der Abtransport des ramponierten Kulturobjekts an der Architektenkammer hängen. Die Reling ist weggerissen, die Elektronik kaputt, an einer Seite ist die „Außenhaut“ der fast 60 Tonnen schweren Plattform eingerissen. Wohin es gebracht wird, ist noch nicht entschieden.

Das Linzer Auge beschäftigt auch die Polizei. Die Beamten haben einen Akt wegen Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung angelegt, weil die Plattform von der Flut weggerissen wurde. Aber laut Auskunft der Berufsfeuerwehr sei die Gefahr nicht groß gewesen, weil die Konstruktion rasch gesichert werden konnte.

Kommentare anzeigen »
Artikel Von Sabine Novak 08. Juni 2010 - 00:04 Uhr
Weitere Bildergalerien zum Thema
Mehr Oberösterreich

Unfall im Morgenverkehr: Ein Person getötet

LINZ. Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es am Freitag in der Früh gekommen: Dabei ist eine Person ...

Kamin geriet in Brand: 16-jähriges Mädchen rettete seine Geschwister

KRONSTORF. Als beim Einheizen in einem Bauernhof in Kronstorf ein Kamin und später eine Decke in Brand ...

Geheimes Versteck in Linz: So kam die Polizei der Bankomat-Bande auf die Spur

LINZ. Bankomaten aus Foyers gerissen: Inzwischen wurden bereits sieben Rumänen verhaftet

Stille Nacht ohne Umweltsünden

Fünf einfache Tipps, wie man weihnachtliche Müllberge vermeiden kann

Konsumentenschutz rät zu heimischen Bäumen

LINZ. Beim Kauf empfiehlt sich der Preisvergleich: Der Unterschied beträgt bis zu 100 Prozent
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS