Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Sonntag, 16. Dezember 2018, 23:30 Uhr

Linz: 0°C Ort wählen »
 
Sonntag, 16. Dezember 2018, 23:30 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

„Bei einigen Arten haben wir eine Trendwende erreicht“

Für Gottfried Schindlbauer ist Naturschutz eine Lebensphilosophie.

Gottfried Schindlbauer, langjähriger Leiter der Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich Bild: eku

Naturschutz ist in Oberösterreich kein Anhängsel mehr, sondern wird als Partner wahr- und angenommen“, ist Gottfried Schindlbauer überzeugt. Der langjährige Leiter der Naturschutzabteilung des Landes, für den seine Arbeit mehr als ein Beruf, nämlich „innere Einstellung“ war, ist seit wenigen Tagen in Pension.

Bevor er mit seiner Gattin auf eine dreieinhalbmonatige Weltreise ging, ließ er im OÖN-Gespräch die Zeit im Dienste der Natur Revue passieren. Seit 1983 im Landesdienst, führte der gebürtige Linzer und studierte Geograf und Geologe in den vergangenen Jahren zugleich die Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung – fünf Abteilungen mit 330 Mitarbeitern. Behördenleiter ohne Jurist zu sein, sei einzigartig gewesen – und er dankbar für diese Karriere.

Diese sei nur möglich gewesen, weil er volles Vertrauen der Politik genossen habe. Im Naturschutz hatte er lange „rote“ Chefs, zuletzt einen FP-Chef. Darüber hinaus hatte er auch viel mit der VP zu tun. „Und ich kann mit allen gut“, ist Schindlbauer überzeugt.

Der Erfolg gab ihm recht. Durch das Engagement eines „tollen Teams“ sei viel erreicht worden. „Auch wenn global gesehen das Artensterben weitergeht, so haben wir in Oberösterreich bei einigen Arten eine Trendwende erreicht.“ Etwa beim Uhu, wo die Population durch Förderprogramme so gesteigert werden konnte, dass man ohne diese Mittel auskomme.

Das „Allerwichtigste in der Zukunft ist, dass die Prämien für Ökoflächen wesentlich erhöht werden, damit die Landwirte mittun“, sagt Schindlbauer. Nur mit einer intakten Natur sei schließlich möglich, dass sich auch der Mensch in seinem Lebensumfeld wohlfühlen könne. Ganz in den „Unruhestand“ will sich der Vater dreier Kinder (seit wenigen Wochen gibt es auch ein Enkerl) übrigens noch nicht zurückziehen. Bis Ende 2019 bleibt er Vertreter aller Bundesländer in der Alpenschutz-Kommission. Zeit für seine Hobbys – Sport (Bergsteigen, Tischtennis), Wein- & Kulturreisen – soll aber ab sofort mehr bleiben.

 

Kommentare anzeigen »
Artikel Eike-Clemens Kullmann 07. Dezember 2018 - 00:04 Uhr
Mehr Oberösterreich

Stiefvater wollte gelähmten Sohn retten: Beide starben

BAD KREUZEN. Trauer in Bad Kreuzen: Tragödie wenige Tage vor Weihnachten bei Brand im Mühlviertel.

Polizei stoppte Geisterfahrer in Linz-Dornach

Am Sonntagmittag konnte die Polizei einen Pkw-Lenker aufhalten, als dieser bereits gegen die ...

Partygast biss Polizisten

LINZ. Am Sonntag wurde die Polizei in Linz zu einem vermeintlichen Einbruch gerufen, der sich schließlich ...

Junger Lenker prallte im Innviertel frontal in den Gegenverkehr

GEINBERG. Bei einem Frontalzusammenstoß in der Gemeinde Geinberg wurde Sonntag Früh ein Ehepaar aus dem ...

Stelzer übergibt Professorentitel an ersten Konzertmeister des Bruckner Orchesters

LINZ. Das Ernennungsdekret zum Professor durfte der erste Konzertmeister des Bruckner Orchesters, Liu Chan ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS