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Ausgezeichnete Firmen mit viel Familiensinn

Von Valerie Hader   10.Mai 2014

Ausgezeichnete Firmen mit viel Familiensinn
V. l.: Präsident der WKOÖ und Gastgeber Rudolf Trauner, Preisträger Christoph Ederer von der Firma MIBA, Friedrich Pichler (Europa Treuhand), Schwester Gisela Wiesinger (Krankenhaus St. Josef), Leiter der Heilborn-Apotheke Gunther Wenninger-Weinzierl und Familienreferent des Landes OÖ Franz Hiesl.

Mit dem Felix Familia werden alljährlich – heuer bereits zum 17. Mal – besonders familienfreundliche Projekte im Land ausgezeichnet. In diesem Jahr waren private Firmen aufgefordert, sich zu bewerben. Mithilfe eines Gutachtens von Peter Jungmeier von der SPES-Zukunftsakademie und nach Beratungen einer Fachjury wurden die familienfreundlichen Maßnahmen der Teilnehmer bewertet – und die Sieger schließlich gestern im Festsaal im Linzer WIFI mit dem Landesfamilienpreis ausgezeichnet (Beschreibung der Projekte im Stichwort). "Besonders in der Kategorie über 101 Mitarbeiter war es letztlich eine sehr knappe Entscheidung, denn die Qualität war bei nahezu allen Großbetrieben sehr hoch", sagte Jungmeier.

"Alle Firmen, die mitgemacht haben, sind Gewinner", sagte Familienreferent des Landes, Franz Hiesl, bei der feierlichen Verleihung. "Ich glaube, dass jeder Betrieb, der etwas für die Familien macht, gut dasteht. Denn wenn man sich in dem Bereich engagiert, ist das immer auch anziehend für junge Leute, die man in Zukunft dringend braucht. Die Kinder von heute sind die Kunden von morgen – und die Mitarbeiter von übermorgen."

Klarer Wettbewerbsvorteil

Auch der Präsident der Wirtschaftskammer OÖ und WIFI-Hausherr Rudolf Trauner sieht Familienfreundlichkeit als großen Wettbewerbsvorteil. "Gerade jetzt haben wir im Land eine große Standort-Debatte, manche Betriebe überlegen, abzusiedeln. Die Frage der Familienfreundlichkeit ist ganz entscheidend, wenn es darum geht, gute Mitarbeiter bei uns zu halten. Das gilt für große Firmen genauso wie für kleine."

Die Sieger des Felix Familia erhielten ein Preisgeld von 2000 Euro und eine wertvolle Bronze-Statue des Künstlers Klaus Liedl. Die Plätze zwei und drei waren mit 1500 beziehungsweise 1000 Euro dotiert. Erstmals in diesem Jahr nahmen alle Bewerber automatisch an der Ausschreibung für den österreichischen Staatspreis "Familienfreundlichster Betrieb" teil, der im Juni verliehen wird. "Die Jury hat bereits entschieden – ich darf nur soviel verraten – es wird eine starke oberösterreichische Präsenz unter den Siegern geben", sagte Franz Schützeneder, Leiter des Familienreferats des Landes.

 

Die Sieger des Felix Familia 2014 und ihre preisgekrönten Projekte

Kategorie über 101 Mitarbeiter

1. Platz: Firma Miba GmbH, Laakirchen

Der Autozulieferbetrieb ist ein Familienunternehmen, dementsprechend auch die Firmenphilosophie: Den gut 700 Mitarbeitern stehen mehrere Teilzeitmodelle zur Auswahl, nach Möglichkeit kann auch von zuhause aus gearbeitet werden. Darüberhinaus gibt es viele Unterstützungen für Eltern wie eine Krabbelstube im Betrieb und ein professionelles Karenzmanagement. Lehrlingen steht ein Shuttle-Bus für die Fahrt zum Arbeitsplatz und wieder retour zur Verfügung. Im Sommer 2014 ist eine Hortbetreuung für Kindergarten- und Volksschulkinder geplant.

2. Platz: BRP Powertrain, Gunskirchen
3. Platz ex aequo: Energie AG OÖ und Oberbank AG Linz

 

Kategorie 21 bis 100 Mitarbeiter

1. Platz: Europa Treuhand, Wels und Linz

Das Wirtschafts- und Steuerberatungsunternehmen mit Büros in Wels und Linz und rund 50 Angestellten bietet seinen Mitarbeitern schon seit Jahren kostenlose Kinderbetreuung im Betrieb. „Wir haben zwei Räume in der Firma dafür adaptiert, die Kleinen werden von einer Tagesmutter betreut“, sagt Geschäftsführer Friedrich Pichler. Die Erfahrungen damit seien sehr positiv – „und der Aufwand ist geringer, als mancher vielleicht denkt. Wir haben dadurch einen enorm großen Wettbewerbsvorteil bei der Suche nach guten Mitarbeitern.“

2. Platz: Count It, Hagenberg
3. Plat ex aequo: Haberkorn Leonding und LeitnerLeitner Steuerberatung Linz

 

Kategorie bis 20 Mitarbeiter

1. Platz: Heilborn Apotheke, Bad Schallerbach

Auf Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz wird in der Heilborn-Apotheke in Bad Schallerbach großer Wert gelegt. Allen Angestellten – der überwiegende Teil davon sind Frauen – wird es ermöglicht, flexibel zu arbeiten. „Auch unter den Führungskräften ist der Teilzeitanteil sehr hoch“, sagt Leiter Gunther Wenninger-Weinzierl. Darüberhinaus können Mitarbeiter wöchentliche Fortbildungen sowie den firmeneigenen Fitnessraum samt Sauna in Anspruch nehmen. Auch gemeinsame Ausflüge der Belegschaft – mit Familien – stehen regelmäßig auf dem Programm.

2. Platz: Groiss Wohnkultur, Aigen im Mühlkreis
3. Platz Apotheke Wegscheid, Linz

 

Sonderkategorie „Non Profit“

1. Platz: Krankenhaus St. Josef, Braunau

Das „besondere Engagement der Krankenhausleitung für die optimale Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ war sowohl Gutachter Peter Jungmeier von der SPES-Akademie als auch für die Felix-Familia-Jury der Grund, das Innviertler Spital mit dem Landesfamilienpreis in der Sonderkategorie „Non Profit Organisationen“ auszuzeichnen. Den knapp 1200 Krankenhausmitarbeitern (gut 1000 davon sind weiblich) steht ein vielfältiges Angebot für Kinderbetreuung – auch in Ferienzeiten – zur Verfügung. Demnächst soll es auch eine Unterstützung für kranke Kinder von Mitarbeitern geben.

2. Platz: Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried im Innkreis

 

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