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Oberösterreich

Auf der Welle des Erfolges

Der Linzer Marco Lang hat sich in der Windsurf-Szene an der Spitze etabliert

Marco Lang   Bild: VOLKER WEIHBOLD

Sonntag, 8. Oktober 2017: Marco Lang schreibt ein Stück Sportgeschichte und trägt sich vor Sylt als erster Österreicher in die Liste der Windsurf-Weltcup-Triumphatoren ein. Dass dies vor 200.000 Augenzeugen, deren Herzen eigentlich für den deutschen Lokalmatador Vincent Langer (2.) schlägt, passiert, macht die Stunde des Erfolges noch süßer.

Mit ein bisschen Abstand weiß Lang, der am 30. April 1986 in Linz das Licht der Welt erblickt hat, seine Leistung richtig einzuschätzen: „Man darf jetzt nicht erwarten, dass ich immer gewinne. Ich muss noch konstanter werden, aber belächelt werde ich nicht mehr“, erzählte der Oberösterreicher, dem die Faszination Windsurfen schon in jungen Jahren von seinem Opa vermittelt wurde.

Eine Finanzspritze seiner Eltern Christa und Bernhard erlaubte es Marco, im Jahr 2011 den professionellen Karriereweg einzuschlagen. „Euch widme ich diesen Sieg. Danke, dass ihr mich immer unterstützt habt“, betonte Lang, der sich in der Weltrangliste auf Position acht hochgearbeitet hat.

Der Weg an die Spitze war steinig, die Suche nach Sponsoren kein Honiglecken, der eine oder andere Rückschlag nach Verletzungen unvermeidbar. Marco hat sich mit eisernem Willen und stundenlangem Training, für das er zum „Kilometerfresser“ geworden ist, durchgebissen. „Ich wollte diesen Traum unbedingt leben. Mittlerweile bin ich auch unabhängig“, sagte der 31-Jährige, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Und zwar in einer Sportart, die zwar sehr attraktiv ist, aber durch ihren nicht-olympischen Status hierzulande nicht auf dem Radarschirm aufschien.

Lang, der mit Christine aus Walding liiert ist und in Feldkirchen an der Donau wohnt, hofft, dass sich die Dinge nach seinem Sieg zum Besseren entwickeln. „Es gibt durchaus Bestrebungen, Windsurfen ins olympische Programm aufzunehmen. Alles, was die jungen Leute anspricht, ist interessant. Aber ob oder wann es passieren wird, lässt sich nicht abschätzen.“ Man braucht Geduld. Lang hat sie.

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Artikel Alexander Zambarloukos 12. Oktober 2017 - 00:04 Uhr
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