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Oberösterreich

Auf Facebook gepostet: "Wer vermisst ein Känguru?"

Von Judith Pointner   28. Januar 2015 19:49 Uhr

MARIA SCHMOLLN. Das Innviertel suchte nach "Anton": Bereits seit Oktober 2014 war das Känguru aus Waldzell abgängig, wurde Mittwochnachmittag in einem Garten im 20 Kilometer entfernten Maria Schmolln gesichtet und am Abend eingefangen.

"Wie kam nur diese Känguru in meinen Garten?", fragte sich Gerlinde P. aus Maria Schmolln im Bezirk Braunau. Am Dienstagnachmittag hockte das Tier plötzlich auf ihrem Grundstück im dichten Schneetreiben. "Ich hab's am Anfang gar nicht glauben können. Aber es ist wirklich wahr.", sagte die Postmitarbeiterin zu Life Radio. Sie fotografierte das Tier, das sofort flüchtete, als es P. bemerkte.

Känguru

"Anton" kommt aus Waldzell

Die Bürokauffrau entschloss sich, die Facebook-Gemeinde um Rat zu fragen. "Vermisst jemand ein Känguru?", schrieb sie und postete sechs Fotos von dem ungewöhnlichen Gast. Die tierische Vermisstenanzeige hat sich rasant im Internet verbreitet, schon mehr als 1.000 Personen haben den Beitrag geteilt.

Mittlerweile wurde auch bekannt, woher das Beuteltier stammt: Es gehört einer Familie im rund 20 Kilometer entfernten Waldzell (Bezirk Ried im Innkreis). Bereits seit Oktober vermisst die Familie, die insgesamt sechs Kängurus hält, ihren "Anton".

Lichtblick bei der Känguru-Suche

"Wir haben schon mehrere Anrufe aus der Gegend bekommen, alle Polizeiinspektionen sind informiert. Wir versuchen seit langem den Anton einzufangen. ", sagte der Besitzer im Gespräch mit nachrichten.at. Kein leichtes Unterfangen. "Ich bin oft in der Gegend gewesen und habe nach unserem Känguru gesucht, aber der Kobernaußerwald ist groß", sagte der Waldzeller.

Nun der Lichtblick: Seit Tagen wurde Anton von einer hilfsbereiten Familie angefüttert, er kam jeden Tag zur selben Zeit zu der Stelle. Die Chancen standen also gut, dass das Känguru in nächster Zeit eingefangen werden kann.  Und so war es dann auch, gegen 19.45 Uhr konnte "Anton" eingefangen werden. Schon bald wird er wieder in seinem Zuhause in Waldzell sein.

Schon Ende Dezember wurde via Facebook ein Känguru gesucht, dass von einem aufmerksamen Innviertler auf einer Straße zwischen Schalchen und Maria Schmolln sitzend entdeckt und fotografiert worden ist. Ob es sich um das selbe Tier handelt, ist nicht bekannt. 

Schon Ende Dezember wurde im Innviertel nach einem Känguru gesucht.

Kängurus können prinzipiell von jedermann privat gehalten werden, solange gewisse Auflagen erfüllt sind. Die Beuteltiere sind meldepflichtig. Dem Braunauer Amtstierarzt Dr. Josef Stöger war nichts über ein entlaufenes Tier bekannt, sagte er im Gespräch mit nachrichten.at.

Wegen der Kälte braucht man sich übrigens keine Sorgen um das Känguru zu machen. Sein dickes Fell schützt es vor den Minusgraden und dem Schnee. "Die meisten Arten, die bei uns gehalten werden, sind winterfest", sagt Stöger. 

2013: Känguru von Auto angefahren

Im Mai 2013 hat ein Känguru ebenfalls im Innviertel seinen Freiheitsdrang mit dem Leben bezahlt. In Handenberg (Bezirk Braunau) ist das Tier auf der Lamprechtshausener Bundesstraße von einem Auto erfasst und getötet worden - nachrichten.at berichtete. Zuvor war der zweijährige "Jimmy" durch ein offenes Gatter aus einer nahe gelegenen Weide entwischt war, wo ihn ein junger Mann gemeinsam mit Schafen, Ziegen, Hühnern und Enten gehalten hatte. 

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