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Oberösterreich

Asylwerber zogen groß angelegten Suchtgifthandel auf

Von nachrichten.at   28. November 2017 08:03 Uhr

Innviertler Drogendealer finanzierte Suchtgift-Einkäufe mit Eierfärben
Um möglichst lange unerkannt zu bleiben, organisierte das Trio weitere Asylwerber für den Verkauf

BRAUNAU/INN. Afghanische Asylwerber haben in Braunau am Inn einen gut organisierten Suchtgifthandel betrieben. Die Geschäfte wurden zum Teil von Asylunterkünften aus abgewickelt, das Suchtgift im Stadtgebiet vergraben.

Den drei Hauptbeschuldigen im Alter von 21 bis 25 Jahren wurde der Handel mit insgesamt vier Kilogramm Marihuana nachgewiesen. Insgesamt wurde der Verkauf von Suchtgift mit einem Straßenverkaufswert von rund 65.000 Euro angebeben. Das Trio wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen und in die Justizanstalt Ried im Innkreis gebracht. Sieben weitere Asylwerber wurden wegen Suchtgifthandels sowie vorerst 38 Abnehmer wegen Suchtgiftmissbrauchs angezeigt. 

Es waren vermehrte Beschwerden aus der Bevölkerung, wonach sich im Bereich der Salzburger Vorstadt und der Ringstraße in Braunau am Inn eine Anlaufstelle für Suchtgiftkonsumenten etabliert hatte. Daraufhin gelang es den Kriminalbeamten, die gut strukturierte Tätergruppe ausforschen. Diese versorgte Laufkundschaft sowie zum Teil jugendliche Abnehmer. Um über längere Zeit unerkannt agieren zu können, warben die Hauptbeschuldigten jüngere Asylwerber an, die den "Stoff" an die Abnehmer weitergaben. Das Suchtgift wurde versteckt, in dem es im Stadtgebiet vergraben wurde.

Daraufhin wurden durch die Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis Durchsuchungen angeordnet, bei denen die Beamten in den Asylquartieren sowie in den Wohnungen Marihuana und Cannabisharz, Bargeld sowie mehrere Mobiltelefone und Simkarten sicherstellen konnten. Daraufhin konnten Einsatzgruppen der Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Braunau am Inn in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich sowie der Polizeidiensthundeinspektion Ried im Innkreis die afghanische Tätergruppe festnehmen. 

Auch ein weiterer Dealer, der unabhängig von dem Trio seine Geschäfte machte, ging den Ermittlern beim Suchtgifttransport ins Netz: Wie sich herausstellte verkaufte ein 28-jähriger Mann aus dem Irak zwei Kilogramm Marihuana und 0,5 Kilogramm Cannabisharz. Er wurde auf frischer Tat festgenommen.

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