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Oberösterreich

„Andreas ist nie vergessen worden“

EDT/LAMBACH. Einer der extrem seltenen Morde an Kindern durch einen Fremdtäter in Oberösterreich ereignete sich heute auf den Tag genau vor 30 Jahren in Edt bei Lambach: Andreas Pentz (12) wurde erstochen. Der Fall kam nie vor Gericht.

„Andreas ist nie vergessen worden“

Erstochen: Andreas Pentz Bild: OÖN

„Andreas ist nie vergessen worden. Es war für uns Buben einfach entsetzlich, was damals passiert ist. Wir waren jahrelang in Angst, weil der Täter nie gefunden wurde“, sagt ein ehemaliger Klassenkollege.

Andreas Pentz war am späten Nachmittag des 12. September 1982 in einem Wald bei Edt bei Lambach erstochen worden. Einen Tag später wurde die Leiche des Buben gefunden: Zwei Reiter hatten das gelbe Zehngang-Fahrrad des Hauptschülers am Waldrand und dann die Leiche entdeckt. Die Obduktion durch Gerichtsmediziner Klaus Jarosch ergab, dass Andreas Pentz durch fünf Stiche in die Brust getötet worden war. Die Tatwaffe – vermutlich ein spitzer Dreikantschaber – konnte nie gefunden werden.

Das Motiv der Tat war für die Ermittler zunächst völlig unklar: Dem Buben war lediglich eine relativ wertlose Digitaluhr der Marke „Cronova“ gestohlen worden. Die Leiche war auch nicht entkleidet. Erste Vermutungen gingen in die Richtung, dass möglicherweise ein Gleichaltriger Andreas während eines Streites getötet haben könnte. Doch alle Ermittlungen verliefen ergebnislos.

Erst knapp zwei Jahre später ergab sich für die Kriminalisten der Verdacht, dass das Motiv bloße Lust am Töten war: Der für die Ermittler verdächtige Mann hatte zwei weitere Menschen in Oberösterreich ermordet und erhielt eine lebenslange Haftstrafe. In seiner Vorgeschichte fand sich ein ähnliches Delikt. „Wir sind sicher, dass dieser Mann der Täter im Fall Andreas war. Der heute 82-Jährige lebt noch, gestand aber nie“, sagt ein damaliger Ermittler.

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Artikel luke 12. September 2012 - 00:04 Uhr
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