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Oberösterreich

900 Freileitungsgegner marschierten in Linz auf

LINZ. Rund 900 Demonstranten, allesamt Freileitungsgegner aus dem Inn- und dem Mühlviertel sowie aus der Region Almtal/Kremstal, haben sich gestern Nachmittag in der Innenstadt versammelt.

900 Freileitungsgegner marschierten in Linz auf

Die Demonstranten zogen vom Martin-Luther-Platz zum Landhaus. Bild:

Ziel des vom Martin-Luther-Platz ausgehenden und mit Trillerpfeifen, Transparenten und Musikkapelle ausgestatteten Protestmarsches war der Landhaus-Vorplatz, um sich bei Landeshauptmann Thomas Stelzer Gehör zu verschaffen.

Hintergrund sind geplante 110-kV-Leitungen, die über Land gespannt werden sollen. Die betroffenen Anrainer befürchten neben einer Verschandelung des Landschaftsbildes auch wirtschaftliche Einbußen durch Entwertungen sowie gesundheitliche Probleme und fordern stattdessen die Verlegung von Erdkabeln.

"Sie wollen durch meinen Wald die Trasse durchschlagen", sagte etwa Augustine Kroißmayr aus Vorchdorf. "Das wäre ein Wahnsinn", so die 66-Jährige. "Ich sehe nicht ein, dass man in der heutigen Zeit ein Freikabel wie vor 80 Jahren baut." Ihre Nachbarin, deren Sohn eine Pferdezucht betreibt, sieht zudem wirtschaftliche Probleme auf den Familienbetrieb zukommen. "Die Tiere sind extrem empfindlich, die Strahlen der Leitung, die unter anderem durch unser Weidegebiet durchlaufen soll, würden ihnen zusetzen", ist Monika Kronegger überzeugt.

Einen "gewaltigen Eingriff in die Landschaft, das Voralpenland, Hügel und Bäche", sieht Michael Praschma aus Vorchdorf im Fall der Installierung von Hochspannungsleitungen auf die betroffenen Regionen zukommen. Eine dauerhafte Strahlung wäre durch Erdkabel-Leitungen zu vermeiden, sagt der Sprecher der Initiative "110 kV ade!", die seit neun Jahren gegen den Bau der Freileitung zwischen Vorchdorf und Kirchdorf kämpft.

"Technisch besser"

Dominik Engleder aus Auberg im Bezirk Rohrbach ist mit seiner Frau und dem zweijährigen Sohn angereist. Der 27-Jährige will auf den gesundheitlichen Schaden aufmerksam machen, den die geplante, über seinen Trinkwasserbrunnen führende Leitung auslösen würde, wie er sagt.

Auf die Demo angesprochen, führte gestern ein Sprecher von Netz OÖ "unabhängige Studien des Landes" ins Treffen. Diese würden belegen, dass Freileitungen technisch besser und günstiger als Erdkabel seien. (nieg)

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Artikel 28. Februar 2019 - 19:23 Uhr
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