Lade Inhalte...

Oberösterreich

26-Jährige verunfallte mit eigenem Auto und flüchtete

Von nachrichten.at/staro   27. Dezember 2016 11:09 Uhr

Auto nach Unfall in Pasching verlassen

Bildergalerie ansehen

Bild 1/7 Bildergalerie: Auto nach Unfall in Pasching verlassen

PASCHING. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich in der Nacht auf Dienstag auf der B139 in der Gemeinde Pasching. Von der Unfalllenkerin fehlt aber bislang jede Spur.

Wegen eines Verkehrsunfalles mussten gestern um zwei Uhr früh die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Pasching ausrücken. Auf der B139 war bei der Unterführung unter dem "Nachrichten-Kreisverkehr" ein BMW seitlich gegen das Tunnelportal geprallt, der Wagen dabei schwer beschädigt worden. Doch zur Überraschung der Einsatzkräfte war das Wrack leer.

Weil die Befürchtung bestand, das verletzte Unfallopfer könnte im Schock in der Gegend herumirren und in Gefahr schweben, setzten die Feuerwehrleute sogar eine Wärmebildkamera ein. Doch wie die Polizei später in Erfahrung brachte, ließ sich die Unfalllenkerin vor dem Eintreffen der Polizei von ihrem Bruder abholen. Das Auto hatte sie offensichtlich stehen gelassen.

Ein Autofahrer alarmierte gegen 1.30 Uhr die Exekutive, weil er das demolierte Fahrzeug vor dem Tunnelportal stehen sah. Daraufhin fuhr eine Streife der Polizei Leonding zu der Stelle. Parallel wurde die Feuerwehr gerufen, um die Aufräumarbeiten auf der Kremstaler Straße durchzuführen.

"Der Einsatzort ist uns nur zu gut bekannt, weil es an dieser Stelle immer wieder zu schweren Unfällen kommt", sagt der Feuerwehr-Einsatzleiter Wolfgang Meindl. "Ungewöhnlich" sei in diesem Fall nur gewesen, dass von dem Fahrer des BMW jede Spur fehlte. Die Polizeibeamten begannen mit den Erhebungen. Eine KfZ-Abfrage ergab, dass der Wagen auf eine 26-jährige Frau aus Schiedlberg (Bezirk Steyr-Land) zugelassen war. Weiters zeigten die Ermittlungen, dass diese Frau in der Nacht nicht in eines der Linzer Krankenhäuser eingeliefert worden war.

Vater: "Tochter unverletzt"

"Die Beamten fuhren dann zur Meldeadresse und wurden dort vom Vater der 26-Jährigen empfangen", sagt Polizei-Pressesprecher Fritz Stadlmayr. Der Vater erzählte, dass sich seine Tochter telefonisch bei ihm gemeldet habe und bei dem Unfall unverletzt geblieben sei. Außerdem habe die Tochter den Vater wissen lassen, dass sie von ihrem Bruder von der Unfallstelle abgeholt worden sei. Wo sich die Tochter zu dieser Zeit gerade befand, wusste angeblich auch der Vater nicht.

Für die Beamten war die 26-Jährige bis Redaktionsschluss nicht erreichbar. Ob die Autofahrerin den Unfall unter Alkoholeinfluss verursacht hatte, blieb daher unbekannt. Laut Polizei muss sie mit einer Anzeige wegen Fahrerflucht rechnen.   

 

Fahrerflucht: Wer als Beteiligter eines Unfalles mit Sachschaden nicht die Polizei holt, begeht Fahrerflucht. Das Gesetz sieht für diese Verwaltungsübertretung je nach Schwere eine Geldstrafe von 36 bis zu 2180 Euro vor. Das Herbeiholen der Polizei darf bei Sachschäden nur unterbleiben, wenn die Unfallbeteiligten nachweislich Namen und Adressen ausgetauscht haben.

 

 

19  Kommentare 19  Kommentare

Die Kommentarfunktion steht von 22 bis 6 Uhr nicht zur Verfügung