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Oberösterreich

Corona-Cluster bei Innviertler Fleischverarbeiter weiter gewachsen

Von nachrichten.at/apa   01. Oktober 2020 17:23 Uhr

(Symbolbild)

LINZ. Die Zahl der neuen Corona-Fälle ist in Oberösterreich am Donnerstag stark angestiegen. Zuwächse gab es auch im Cluster um den Fleischverarbeitungsbetrieb im Bezirk Ried.

So stieg die Zahl der positiven Getesteten in dem Betrieb von 98 am Mittwoch auf 107 am Donnerstag. Betroffen waren 101 Mitarbeiter, die sechs Folgefälle in ihrem Umfeld auslösten. Die bekannten Cluster rund um einen Paket-Dienstleister im Bezirk Linz-Land blieb mit 128 seit Dienstag unverändert, genauso wie jener rund um einen Fleischverarbeiter im Bezirk Wels-Land mit 29 infizierten Personen. Die behördliche Schließung dieses Betriebes wurde unter Auflagen beendet, die aber erst noch überprüft werden müssen.

Aus Oberösterreichs Schulen wurden insgesamt 25 neue positive Fälle gemeldet, vier davon am Georg von Peuerbach-Gymnasium Linz. 1.218 Schüler und 178 Lehrer sind mit Stand Donnerstag in ganz Österreich positiv auf das Coronavirus getestet, wie das Bildungsministerium per Aussendung bekannt gegeben hat. Das sind jeweils rund 0,1 Prozent der 1,1 Millionen Schüler bzw. der 123.000 Lehrer. Dazu kommen noch 51 positive Fälle unter dem Verwaltungspersonal.

Die meisten gemeldeten Fälle gab es in Wien mit 557 aktuell corona-positiven Schülern und 64 Lehrern, gefolgt von Oberösterreich (164/24), Niederösterreich (159/23), Tirol (102/16), Vorarlberg (78/12), der Steiermark (67/14), Salzburg (41/11) und dem Burgenland (36/4). Die wenigsten Fälle gibt es demnach derzeit in Kärnten mit 14 positiv getesteten Schülern und zehn Lehrer. (Lesen Sie dazu auch: Was passiert bei einem positiven Corona-Fall an der Schule?

Aufruf an Besucher von Linzer Bar

Ein öffentlicher Medienaufruf erging am Donnerstag an die Gäste der Bar "Rox" am Linzer Graben. Dort hatte sich am 26. September eine Person aufgehalten, die später positiv auf Covid getestet wurde. Personen, die das Lokal an diesem Tag zwischen 20:00 und 01:00 Uhr besucht haben, wird präventiv geraten, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten.

Im Falle auftretender Symptome wie Kurzatmigkeit, Halsschmerzen, Entzündungen der oberen Atemwege, Fieber, trockenem Husten oder plötzlichen Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes sollte umgehend die telefonische Gesundheitsberatung 1450 kontaktiert werden.

In der Stadtpfarrkirche Wels haben am Sonntag an der Messe der Erstkommunion zwei Covid-19 positive Besucher teilgenommen. Der Krisenstab des Landes hat daher am Donnerstag alle Kirchgeher aufgerufen, ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten. 

152 neue Fälle in Oberösterreich

In Österreich sind in den vergangenen 24 Stunden (Stand: 9.30 Uhr) 873 Personen neu positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die meisten davon waren mit 402 in Wien, berichtete das Innenministerium am Donnerstag. In Oberösterreich waren es 152, das kommt nahezu an den Höchstwert von 158 neuen Fällen vom 25. März heran. Insgesamt wurden 8.370 aktive Fälle gezählt. Details dazu im Video:

Bisher gab es in Österreich 45.686 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand verstarben österreichweit 802 Personen an den Folgen des Corona-Virus und 36.476 sind wieder genesen. Derzeit (Stand: 9.30 Uhr) befinden sich 493 Personen (minus drei) aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung und davon 98 (plus acht) der Erkrankten auf Intensivstationen.

Die Neuinfektionen seit der letzten Meldung teilen sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf: Kärnten: neun, Burgenland: 22, Vorarlberg: 24, Salzburg: 47, Steiermark: 57, Tirol: 70, Niederösterreich: 90, Oberösterreich: 152 und Wien: 402.

Bestätigte Fälle: 44.813 (+ 873)
Aktive Fälle: 8.370 (+ 38)
Genesene: 35.644 (+ 832)
Todesfälle: 799 (+ 3)

Stand: Donnerstag, 1. Oktober, 9.30 Uhr

"Infektionszahlen viel zu hoch" 

Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten hat sich in Österreich innerhalb einer Woche um 25 Prozent erhöht. Am Donnerstag benötigten 98 Infizierte intensivmedizinische Pflege, hob das Gesundheitsministerium in einer Aussendung hervor. Weltweit wachse die Pandemie weiter, betonte Ressortchef Rudolf Anschober (Grüne). "Auch in Österreich sind die Infektionszahlen für diesen Zeitpunkt viel zu hoch. Denn das Ansteckungsrisiko wird mit sinkenden Temperaturen weiter steigen."

"Mein Appell geht daher weiterhin an die Regionen mit erhöhtem Risiko, besonderes Augenmerk auf rasche Testungen und schnelles Kontaktpersonenmanagement zu legen", wurde der Minister zitiert. "Ich appelliere außerdem an die Behörden vor Ort, das neue Covid-19 Maßnahmen-Gesetz und die Möglichkeit für regionale Zusatzmaßnahmen zu nutzen und punktgenau in Bereichen von Ausbreitungen Schwerpunkten zu setzen", sagte Anschober.

Auffällig seien die teilweise stark steigenden Infektionszahlen in mehreren Ländern Europas: etwa in Spanien mit einem Tagesplus von 2,8 Prozent, Frankreich (2,4), Niederlande (2,7), Ungarn (3,5), Slowakei (5,9), Slowenien (3,7), hieß es in der Aussendung.

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