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Rundum-Service für leistungsstarke Elektromotoren

VÖCKLABRUCK. Vöcklabrucker Familienunternehmen Ennsberger hat sich auf Wartung großer E-Motoren spezialisiert.

Rundum-Service für leistungsstarke Elektromotoren

Vater und Söhne Ennsberger (v.li.): Walter, Reinhard und Andreas Bild: WKOÖ

Elektromotoren sind allgegenwärtig, von der elektrischen Zahnbürste bis zu großen Antrieben in Industrie und Gewerbe. Mit ersteren hat das Vöcklabrucker Unternehmen Ennsberger GmbH nichts zu tun, umso mehr mit der zweiten Kategorie: E-Motoren, die Großmaschinen in der Industrie ebenso antreiben wie Seilbahnen oder Ventilatoren in Autobahn-Tunnels.

Geprägt ist das Geschäft von großem Zeitdruck. Wenn etwa die Ventilatoren in einem Tunnel gewartet werden müssen, ist jede Minute kostbar. "Als Zeitfenster haben wir oft nur wenige Tage, in denen der Tunnel saniert wird", sagt Andreas Ennsberger. In dieser Zeit müssen die Ventilatoren demontiert, die Motoren nach Vöcklabruck gebracht und generalüberholt werden. Danach geht es zurück an die Tunnelwand.

In der Industrie ist Stillstand ebenfalls eine mittlere Katastrophe. Da kann es dann schon passieren, dass mitten in der Nacht das Telefon bei Ennsberger klingelt, erzählt Senior-Chef Walter. Einer Großbäckerei war um zwei Uhr in der Nacht der Antrieb der Teigmisch-Anlage ausgefallen. Ennsberger konnte den Motor zwar auch nicht sofort wieder reparieren, wusste aber, wo es bei anderen Kunden vergleichbare E-Motoren gab und löste das Problem durch einen Ersatzmotor innerhalb weniger Stunden. So gab es auch an diesem Morgen frische Semmeln.

Eine Grundauslastung gibt es aber auch. Im Sommer werden die E-Motoren von Skiliften gewartet, die jetzt wieder ihren Dienst tun. Im Winter bringen viele Bootsbesitzer von den nahegelegenen Salzkammergut-Seen ihre Schiffsmotoren zum Rundum-Service zu den Ennsbergers.

Das 1949 gegründete Unternehmen wurde nach dem überraschenden Tod des Vorbesitzes von Walter Ennsberger 1983 übernommen. Im Vorjahr zog sich Walter aus der Geschäftsführung zurück und machte dort Platz für seine beiden Söhne Reinhard und Andreas. Im Ruhestand ist der Senior-Chef freilich nicht. Das Unternehmen setzt "einen hohen sechsstelligen Eurobetrag" pro Jahr um und beschäftigt 13 Mitarbeiter. Zur Ertragslage wollen die drei Ennsbergers keine konkreten Zahlen nennen, nur soviel: "Uns geht es nicht schlecht."

Ob der Vormarsch der E-Autos zusätzliches Geschäft bringen wird, wissen die Ennsbergers noch nicht. Dass vor der Werkshalle E-Autos stehen, die von einer PV-Anlage auf dem Dach geladen werden, versteht sich aber fast von selbst.

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Artikel Hermann Neumüller 29. Dezember 2018 - 00:04 Uhr
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