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Wenn im Getränk 3D-Figuren schweben

LINZ. Weltweit einzigartig: "Print a drink" druckt Gesichter, Buchstaben und Logos in Cocktails

Wenn im Getränk 3D-Figuren schweben

"Print a drink": Ein Roboter injiziert mit Traubenöl Motive ins Glas. Bild: Voggeneder

Initialen, das Firmenlogo, eine Figur oder auch einmal ein Riesenrad: Die Bandbreite des Unternehmens "Print a drink" ist umfangreich. Das Start-up hat vor zwei Jahren das weltweit erste 3D-Druckverfahren für Getränke erfunden. Die Idee stammt von Benjamin Greimel, der an der Linzer Kunstuni Industriedesign studiert: Für ein Projekt hat der Student einen Druckkopf entwickelt, der an einem Roboterarm angebracht wird. Mittels einer Glaskapillare werden kleine Tropfen Speiseöl Punkt für Punkt in das Getränk injiziert. So entstehen binnen weniger Minuten die unterschiedlichsten Motive. Das Ein-Personen-Unternehmen gibt es seit dem Vorjahr, die Nachfrage sei sehr gut, so Greimel: "Die Idee hat großes Potential in der Gastronomie und im Marketingbereich." So zählten etwa Microsoft, HP, die voestalpine und mehrere Pharmakonzerne bereits zu den Kunden. Da die Vorbereitung bei jeder Vorführung sehr aufwändig ist, tüftelt der 27-jährige gebürtige Niederösterreicher schon an einer Weiterentwicklung: einem Prototyp von der Größe einer Kaffeemaschine, mit dem die Kunden die Motive für die Cocktails einfach per Knopfdruck selbst herstellen können. In Zukunft will Greimel mit seinem 3D-Drucker ausländische Märkte erobern: "Print a drink ist keine Idee, die in Österreich bleiben wird."

Das ist "Print a Drink"

Idee: das weltweit erste 3D-Druckverfahren für Getränke und andere flüssige Lebensmittel.

Konzept: Ein Roboter mit einem speziellen Druckkopf „bedruckt“ den Cocktail mit Speiseöl. Vom Firmenlogo bis zu Initialen können unterschiedlichste Motive programmiert werden.

Finanzierung: „Print a drink“ wird von der Förder- und Finanzierungsbank aws und von tech2b unterstützt. Die Entwicklung eines neuen Prototyps finanziert das Unternehmen bereits aus eigenen Umsätzen.

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Artikel Elisabeth Prechtl 07. August 2018 - 00:04 Uhr
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