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Vom Fußballstadion bis zum Weltkulturerbe

LEONDING. Leondinger Rohrhersteller Poloplast baut Kanal- und Abflusssysteme für unterschiedlichste Bauwerke.

Vom Fußballstadion bis zum Weltkulturerbe

Was haben Mont Saint-Michel, das neue Rapid-Stadion in Wien und die Wohnhäuser Echelon Towers in Singapur gemeinsam? Rohrsysteme für Abfluss und Kanal von der Leondinger Poloplast Bild: Reuters, APA, Poloplast

Würde man jene Rohre aneinanderreihen, die das Leondinger Unternehmen Poloplast im Vorjahr produziert hat, ließe sich die 16.300 Kilometer lange Strecke zwischen München und der australischen Hauptstadt Canberra auslegen. Der Großteil davon wird klassischerweise als Abflussrohre in Ein- und Mehrfamilienhäusern verbaut. Darüber hinaus realisieren die 388 Mitarbeiter der Poloplast jedes Jahr spektakuläre Projekte wie derzeit zum Beispiel die Sanierung des Kanalsystems von Mont Saint-Michel.

Die mittelalterliche Abtei im Nordwesten Frankreichs zählt mit drei Millionen Besuchern jährlich zu den wichtigsten Touristenattraktionen Europas. Die vielen Besucher, aber auch die engen und verwinkelten Gassen stellen bei der Sanierung des Kanalsystems große Herausforderungen dar. "Es gab extrem hohe Ansprüche an unsere Rohre, auch um die Bausubstanz nicht zu beschädigen", erzählt Wolfgang Lux, gemeinsam mit Jürgen Miethlinger Geschäftsführer der Poloplast. Aber nicht nur unter der Abtei, sondern auch in Österreichs modernstem Fußballstadion – dem Allianz Stadion von Rapid – wurden Abflussrohre aus dem Leondinger Werk verbaut.

"Das Geschäftsjahr 2016 ist für uns sehr gut gelaufen. Es ist uns gelungen, in gesättigten Märkten wie Österreich, Deutschland und Frankreich Marktanteile zu gewinnen", sagt Lux. Besonders schwierig sei dies im Kanalbau, weil die Kommunen sparen müssen und der Aufschließungsgrad in Europa hoch ist. Im Hochbau habe Poloplast von der guten Konjunktur in Deutschland profitiert, wo rund ein Drittel des Umsatzes von 105 Millionen Euro erzielt wurde.

Wermutstropfen war hingegen die Entwicklung in Nordafrika und im Mittleren Osten. "Die Konjunktur in Saudi-Arabien ist durch den niedrigen Ölpreis belastet", sagt Lux. Ägypten wiederum musste seine Währung im Herbst um beinahe 50 Prozent abwerten, um die angeschlagene Wirtschaft zu reformieren.

Neue Produktionshalle

Bis 2020 will Poloplast den Umsatz auf 150 Millionen Euro steigern. Um dieses Wachstum zu erfüllen, muss investiert werden. Nach acht Millionen Euro im Vorjahr folgen heuer und im nächsten Jahr weitere 18 Millionen Euro. Ein benachbartes Grundstück wird hinzu gepachtet, um Lagerflächen zu schaffen. Auf dem bestehenden Gelände errichtet Poloplast eine neue Produktionshalle mit 2500 Quadratmetern. Der Personalstand werde sich in den kommenden Jahren auf mehr als 400 erhöhen.

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Artikel Susanne Dickstein 21. Januar 2017 - 00:04 Uhr
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