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Steht Sparkasse Kremstal-Pyhrn vor Übernahme?

Verhandlungen über Fusion mit Sparkasse Oberösterreich – Folgen der Verluste in den Jahren 2010/11

In der Sparkassen-Gruppe Oberösterreich dürfte es schon in absehbarer Zeit zu einer deutlichen Veränderung kommen. Die Sparkasse Kremstal-Pyhrn könnte von der Sparkasse Oberösterreich übernommen werden, heißt es in gut informierten Kreisen.

Überraschend käme dies nicht. Denn die größte Bank in der Region Kirchdorf hatte 2010 und vor allem 2011 mit riesigen Problemen zu kämpfen. Die Bilanz 2011 wies ein negatives Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) von 14,43 Millionen Euro bei einer Bilanzsumme von 549 Millionen Euro und Betriebserträgen von 16,4 Millionen Euro aus. Fast 28 Millionen Euro an Kreditforderungen mussten wertberichtigt werden. Schon im Jahr davor war der Wertberichtigungsbedarf bei 12,9 Millionen Euro gelegen. Ein Vorstandsmitglied musste 2012 den Hut nehmen.

Seither ist Martin Hauer Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kremstal-Pyhrn. Dieser bestätigt zwar, dass es seit einem dreiviertel Jahr Überlegungen über eine Fusion mit den Linzern gebe. Aber entschieden sei noch nichts.

Außerdem würde es sich um keine Übernahme handeln, sondern um eine Fusion unter Starken. Sein Institut habe 2012 wieder ein positives EGT von voraussichtlich sechs Millionen Euro erreicht und halte bei einer Eigenkapitalquote von 19 Prozent, was deutlich über allen gesetzlichen Erfordernissen liege.

Derzeit gehört die Sparkasse Kremstal-Pyhrn zu 30 Prozent der Erste Bank und zu 70 Prozent der Privatstiftung Sparkasse Kremstal-Pyhrn, deren Begünstigte die Gemeinden Kirchdorf, Windischgarsten, Kremsmünster und Bad Hall sind. Informationen, wonach es in den Gremien der Privatstiftung bereits entsprechende Beschlüsse für eine Fusion gibt, hat Hauer nicht bestätigt. Zurückhaltend gibt sich die Sparkasse Oberösterreich. „Wir sehen uns als Nahversorger. Die Sparkasse Kremstal-Pyhrn würde daher gut zu uns passen.“

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Artikel Dietmar Mascher 30. Januar 2013 - 00:04 Uhr
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