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Spritsparender Diesel-Hybrid beschleunigt Steyr Motors

Spritsparender Diesel-Hybrid beschleunigt Steyr Motors

Bootsbauer fragen den diesel-elektrischen Antrieb aus Steyr nach. Bild: Steyr Motors

STEYR. „Im April und Mai 2009 gab’s einen ordentlichen Absturz beim Auftragseingang, da waren wir fast panisch“, sagt Rudolf Mandorfer, Geschäftsführer des Dieselmotorenbauers „Steyr Motors“ im OÖN-Gespräch. Dank eines ambitionierten Sparprogramms und neuer Aufträge ging der Umsatz im Gesamtjahr jedoch „nur“ um zehn Prozent zurück – auf 29 Millionen Euro.

„Die Hälfte davon haben wir heuer schon wieder aufgeholt“, sagt Mandorfer. „In Summe gehe ich daher davon aus, dass wir Ende 2010 wieder auf dem Niveau des Jahres 2008 sein werden.“

Trotz der Turbulenzen im ersten Halbjahr 2009 konnten das Ebit für das Gesamtjahr um 8,5 Prozent auf 1,5 Millionen Euro und die Eigenkapitalquote auf 25,1 Prozent gesteigert werden.

Starke Nachfrage in USA

Mandorfers Optimismus für das laufende Jahr fußt auf drei Säulen: Erstens wächst Steyr Motors in den USA schneller als erwartet: „Verantwortlich ist die Ölpest im Golf von Mexiko, für deren Bekämpfung tausende Boote benötigt werden.“

Gefragter Diesel-Hybrid

Zweitens entwickle sich die Kooperation mit dem US-Nutz- und Militärfahrzeugbauer AM General (baut den Hummer für die US-Armee) besser als erwartet: Mandorfer rechnet mit dem Serienanlauf bereits 2011, ursprünglich war von 2014 die Rede.

Und drittens laufe der Absatz des dieselelektrischen Hybridantriebs für Boote sehr gut. „Da der Motor aufwändiger ist, steigt der durchschnittliche Umsatz je Triebwerk, das ist natürlich ein Vorteil.“ Der Hybridantrieb erlaubt einen völlig lärmfreien Start mit Elektromotor, erst nach Verlassen des Hafens wird der Diesel angeworfen. Dank einer speziellen Kupplung können beide Motoren unabhängig voneinander arbeiten.

Zudem ist das Boot im Hafen leise und emissionsfrei unterwegs und kann damit auch in Naturschutzgebiete einfahren. Und das Diesel-Hybrid-Boot ist deutlich sparsamer: Einer von sieben Litern werden nur für Kaltstart und Leerlauf verwendet, was mit dem Hybridantrieb eliminiert werden kann.

Die stärkere Nachfrage 2010 hatte zur Folge, dass Steyr Motors die Kurzarbeit – früher als geplant – mit Ende März beendet hat. „Wir haben auch schon wieder Mitarbeiter aufgenommen“, sagt Mandorfer. Im Jahresschnitt 2009 hatte das Unternehmen 105 Stamm-Mitarbeiter.

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Artikel Von Clemens Schuhmann 19. Juli 2010 - 00:04 Uhr
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