Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 21. November 2018, 11:50 Uhr

Linz: 4°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 21. November 2018, 11:50 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft  > Wirtschaftsraum OÖ

Sparkasse OÖ. bestellt neuen Vorstand - Rockenschaub folgt Limberger

LINZ. Künftig drei statt zwei Mitglieder: Eigener Vorstand für das Filialgeschäft.

Michael Rockenschaub

Michael Rockenschaub   Bild: (APA/Sparkasse OÖ/Christian Herz)

„Die Würfel sind gefallen. Mit Jänner 2014 nimmt der neue Vorstand der Sparkasse Oberösterreich seine Tätigkeit auf“, sagt Johann Neunteufel. Ohne großen Aufhebens hat der Aufsichtsratschef einen Nachfolger für Markus Limberger gesucht, der mit Jahresende in Pension geht, und wenig überraschend in Michael Rockenschaub gefunden.

Rockenschaub, seit zehn Jahren im Vorstand der Sparkasse Oberösterreich, wird künftig einen Dreiervorstand anführen. Dies hatte Neunteufel schon vor Monaten im Gespräch mit den OÖNachrichten angedeutet. „Der Markt wird nicht einfacher. Wir haben die Verantwortung auf drei Personen verteilt“, sagt Neunteufel.

Den größten Teil der Agenden Limbergers übernimmt Maximilian Pointner. Der Leiter des Treasurys und Wertpapierexperte war schon bisher als stellvertretendes Vorstandsmitglied in einer führenden Position gewesen. Drittes Vorstandsmitglied wird ein externer Manager. Herbert Walzhofer gilt als Spezialist für das Filialgeschäft und ist auch auf seinem Vorstandsposten bei der Hypo Alpe Adria in Bosnien und Herzegowina dafür verantwortlich. Walzhofer habe bei der Personalauswahl überzeugt, sagt Neunteufel. Dass die Optimierung des Netzes mit 160 Filialen ein Anliegen ist, ist damit klar. Schließlich sind zuletzt durch die Hereinnahme der Sparkasse Kremstal/Pyhrn und die Übernahme von Filialen in Amstetten weitere dazugekommen.

„Festhalten am Markt“

Als Auftakt für eine expansive Strategie und die Übernahme anderer Sparkassen in Oberösterreich sei dies allerdings nicht zu sehen, betont Neunteufel.

Rockenschaub sieht seine Bestellung „als Bestätigung unserer Strategie, am Heimmarkt festzuhalten und mit den Menschen hier verbunden zu sein“. Die Sparkasse hat im Gegensatz zu den Konkurrenten der Raiffeisen Landesbank keine eigene Beteiligungspolitik eingeschlagen und hielt sich auch mit der Expansion über die Bundesländergrenzen hinaus im Gegensatz zur Oberbank zurück.

Was macht Limberger?

Markus Limberger, der nach 26 Jahren im Vorstand, davon 15 Jahre als Generaldirektor, in Pension geht, bekommt mit Rockenschaub seinen Wunschnachfolger. „Ich gehe zu einem Zeitpunkt, an dem ich noch bleiben könnte und bevor andere wünschten, wäre er doch schon weg“, sagt Limberger, der im Oktober 66 Jahre alt wird.

Ganz zurückziehen wird sich der Manager allerdings nicht. „Ich freue mich zu sehen, dass mein Lebenswerk fortgeführt wird, und bleibe in beratender Funktion der Sparkasse noch erhalten.“

Die Funktion des Vorstandschefs in der Anteilsverwaltung Allgemeine Sparkasse werde er weiterhin behalten. Diese ist die Eigentümergesellschaft der Allgemeinen Sparkasse Oberösterreich. Limberger sitzt dort neben Rockenschaub, Klaus Hirse und Karl Wolfgang Wurzer.

 

Michael Rockenschaub

Der 58-jährige gebürtige Innviertler ist ein Sparkassen-Urgestein. Nach der Matura in Schärding studierte er Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien und begann 1983 seine Berufslaufbahn bei der Allgemeinen Sparkasse in Oberösterreich.

Seit 2003 ist Rockenschaub Vorstandsmitglied der Sparkasse Oberösterreich und bildete zuletzt mit Generaldirektor Markus Limberger ein Duo.

Im neuen Vorstand wird Rockenschaub seinen Schwerpunkt, das Firmenkundengeschäft, weiterhin verantworten.

Maximilian Pointner

Der 49-jährige Mühlviertler kennt die Sparkasse Oberösterreich ebenfalls sehr gut. Er arbeitet seit 1986 für die Bank und machte sich einen Namen im Wertpapiergeschäft, leitete zuletzt als stellvertretendes Vorstandsmitglied auch das Treasury. Pointner wird den Großteil der Agenden von Markus Limberger übernehmen. Dazu gehört auch das Risikomanagement.

Herbert Walzhofer

Das dritte Vorstandsmitglied kommt von außen. Der 51-jährige Walzhofer hat eine jahrzehntelange Erfahrung im Filialgeschäft und wird bei der Sparkasse Oberösterreich auch dafür zuständig sein. Walzhofer arbeitete zunächst für die Zentralsparkasse in Wien, dann für die Bank Austria. Seit zwei Jahren ist er bei der Hypo Alpe Adria Bosnien/Herzegowina im Vorstand.
 

Kommentare anzeigen »
Artikel Dietmar Mascher 23. Juli 2013 - 00:04 Uhr
Mehr Wirtschaftsraum OÖ

Betrugsprozess um 145,2 Millionen Euro startet heute

LINZ/WIEN. Linzer Immobilienpleitier Cevdet Caner und fünf Mitangeklagte müssen sich in Wien verantworten.

Wer versichert die Oberösterreicher von wo aus?

Während die einen ihre Landesdirektionen zusammenlegen, schwören die anderen auf dezentrale Strukturen.

Uni Linz: "Das Marketing-Institut liegt seit langem im Argen"

Der Neustart nach Gerhard Wührer dauert vielen Wirtschaftsvertretern viel zu lange.

Streit vor neuem Kammer-Budget

LINZ. Neos-Wirtschaftsvertreter will Wirtschaftskammer vom Rechnungshof prüfen lassen.

Rosenbauer arbeitet mit Berliner Feuerwehr an Elektro-Löschfahrzeug

LEONDING. Der Leondinger Feuerwehrausstatter Rosenbauer will zusammen mit der Berliner Feuerwehr in den ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS