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Schlafpausen und Billard für Google-Mitarbeiter

LINZ. Dialog Holzbau: Experten diskutierten in Linz über Arbeitswelten und Büro-Architektur der Zukunft.

Schlafpausen und Billard für Google-Mitarbeiter

Diskutierten über Spaß beim Arbeiten: Stefan Camenzind (l.), Richard Hable, Jane-Beryl Simmer und Georg Starhemberg am Wuzeltisch Bild: WolfgangKunasz

Kann und soll man Spaß beim Arbeiten haben? Werden Büroräume richtig geplant? Welche Rolle spielt Holz? Diese Fragen diskutierten gestern, Donnerstag, Experten beim Dialog Holzbau in der Wirtschaftskammer in Linz.

Google ist ein Beispiel für außergewöhnliche Arbeitswelten. Für die Mitarbeiter des US-Internet-Konzerns stehen etwa Billardtische und Ruheräume für kurze Spiel- und Schlafpausen bereit. Das soll Kreativität und Innovation fördern. Alle Sitzungszimmer sind mit modernster Technik für Videokonferenzen ausgerüstet.

Entwickelt und geplant hat die Google-Büros in mehreren europäischen Städten das Schweizer Architekturbüro Evolution Design. Dessen Chef Stefan Camenzind betonte gestern die Bedeutung sowohl von Funktionalität als auch von Atmosphäre, um Mitarbeiterbindung und -motivation zu optimieren.

Neben Google wurden seine Konzepte auch bei der Bank Credit Suisse oder dem Konsumgüterkonzern Unilever umgesetzt. Unternehmen sollten bereit für Veränderung sein, und Mitarbeiter müssten dabei "mitgenommen" werden, sagte Camenzind. Es brauche auch eine "architektonische Identität". Bestehende Arbeitsabläufe müsse man analysieren. "An 80 Prozent der Sitzungen nehmen bis zu vier Personen teil, aber 60 Prozent der Sitzungsräume bieten Platz für mehr als sechs Personen", nannte Camenzind eine häufige Diskrepanz. Auf Fehlentwicklungen müsse man reagieren. So hat Google Iglus als Besprechungszimmer wieder entfernt, sie waren von den Mitarbeitern nicht angenommen worden.

Gute Konjunktur in der Branche

Das Interesse für Holz sei ungebrochen groß, sagte Georg Starhemberg, Obmann von proHolz Oberösterreich, das den Dialog gemeinsam mit der Landesinnung Holzbau organisierte. Auftragseingänge und Auslastung in der Branche seien sehr gut, sagte Innungsmeister Richard Hable. In Gewerbe und Industrie gebe es viel Potenzial.

Uni-Professor Gerhard Wührer präsentierte eine Studie über den "Erfolgsfaktor Holz in der Unternehmensarchitektur". Darüber, ob "Unternehmen aus Holz die besseren Chefs" haben, diskutierten Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft, Holzindustrie-Obmann Erich Wiesner, proHolz-Austria-Obmann Christoph Kulterer und Jane-Beryl Simmer, Eigentümerin der Firma Sihga. (az)

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Artikel 09. März 2018 - 00:04 Uhr
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