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Im Kremstal fusionieren sieben Raiffeisenbanken

KIRCHDORF / MICHELDORF. Derzeit gibt es 94 Raiffeisenbanken in Oberösterreich, ab September werden es 88 sein. Im Bezirk Kirchdorf haben sieben Institute entschieden, sich zusammenzuschließen – darunter jene in Micheldorf, Kremsmünster und Pettenbach.

Im Kremstal fusionieren sieben Raiffeisenbanken

Die Bankstelle in Kirchdorf wird einer von 13 Standorten sein, in denen insgesamt 100 Beschäftigte arbeiten. Bild: Raiba

Die Zahl der selbstständigen Raiffeisenbanken in Oberösterreich wird im September von 94 auf 88 sinken. Bis dahin soll die Fusion von sieben Kreditinstituten im Bezirk Kirchdorf umgesetzt sein.

Die Raiffeisenbanken Micheldorf, Kremsmünster, Pettenbach, Molln-Leonstein, Ried/Traunkreis, Schlierbach und Nußbach haben sich entschieden, zu einer Bank mit insgesamt rund 620 Millionen Euro Bilanzsumme, 13 Bankstellen und zirka 100 Mitarbeitern zu verschmelzen. Anfang April sind die Beschlüsse in den Vorständen und Aufsichtsräten geplant, bis Ende April sollen die Generalversammlungen zustimmen.

Eine Million Euro Ersparnis

Keine der Banken habe aus wirtschaftlichen Gründen einen Partner gebraucht, sagt Franz Forsthuber, Direktor der größten der sieben Banken, jener in Micheldorf: "Im Gegenteil, es schreiben alle sehr positive Ergebnisse." Es sei dennoch vernünftig, sich zusammenzuschließen.

Grund dafür sind die zuletzt gestiegenen regulatorischen Vorschriften, die der Bankenbranche, wie berichtet, hohen Verwaltungsaufwand bringen und Ressourcen binden. "Das ist für kleine Einheiten kaum mehr zu stemmen", sagt Forsthuber. Zehn bis 20 Prozent Aufwand wird sich die Raiffeisenbank Region Kirchdorf mittelfristig sparen – 500.000 bis eine Million Euro im Jahr. Bereiche wie Kreditverwaltung, Innenrevision, Rechnungswesen und Personalverwaltung werden zusammengelegt.

Es werde letztlich ein paar Arbeitsplätze weniger geben. "Das funktioniert aber alles über natürliche Abgänge. Wir werden teilweise nicht nachbesetzen", sagt Forsthuber. Bei den Filialen sollen keine Abstriche gemacht werden. "Wir haben keine Zusperr-, sondern eine Vorwärtsstrategie und wollen uns künftig wieder stärker um den Markt kümmern können."

Größere Finanzierungen

Die neue Bank mit Sitz in Kirchdorf wird auch Firmenkunden größere Finanzierungen anbieten können. "Wir tun das alles aus einer Position der Stärke, wir haben rund 30 Prozent Eigenmittelquote", sagt Forsthuber. Die Entscheidungen treffe man weiter im Bezirk, alle sieben Banken seien in den Eigentümergremien und im Führungskreis vertreten.

Die Geschäftsleitung soll aus Forsthuber und seinem Kollegen in Micheldorf, Werner Helmberger, sowie Hansjörg Ehammer aus Pettenbach bestehen.

 

Verschmelzung

Diese sieben Raiffeisenbanken verschmelzen in den nächsten Monaten zur Raiffeisenbank Region Kirchdorf:

Bank - Bilanzsumme (in Millionen Euro)
Micheldorf - 208
Kremsmünster - 105
Pettenbach - 100
Molln-Leonstein - 67
Ried/Traunkreis - 60
Schlierbach - 44
Nußbach - 37

Mit einer Gesamt-Bilanzsumme von rund 620 Millionen Euro entsteht die siebtgrößte Raiffeisenbank in Oberösterreich. Die Top Drei sind Perg, Wels und Region Schärding.

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Artikel Alexander Zens 22. März 2016 - 00:04 Uhr
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