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Hüpfender Leberkäse, 2-Millionen-Brücke und ein Brillantring

WELS. Oberösterreichischer Handwerkspreis: Heimische Unternehmer wurden für ihre originellen Ideen ausgezeichnet.

Metzger Johannes Hochhauser   Bild: VOLKER WEIHBOLD

Ein Leberkäse, der aus dem Glas springt? Was skurril anmutet, hat Johannes Hochhauser zu einem Geschäftsmodell gemacht. Der Fleischer aus Pichl bei Wels bekam für seine Erfindung am Dienstagabend in Wels den Oberösterreichischen Handwerkspreis 2017 der Wirtschaftskammer Oberösterreich, des Wirtschaftsressorts des Landes und der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich verliehen. Die OÖN sind Medienpartner.

"Der Snack ist ein schöner Gag, aber in erster Linie geht es darum, dass man schnell etwas für den Hunger hat", sagt Hochhauser. Den Leberkäse "Jumpi" gibt es in den Sorten Klassik, Chili und Käse. Er kann in der Mikrowelle oder im Backrohr zubereitet werden. Ein Glas mit 120 Gramm kostet 2,29 Euro. Erhältlich ist "Jumpi" in allen Maximarkt-Filialen in Oberösterreich. Das Geheimnis hinter dem hüpfenden Leberkäse will Hochhauser nicht verraten. Nur so viel: "Es ist nichts Verbotenes im Glas."

Sprunghaftes hat Alois Rabengruber nicht entwickelt, dafür Beständiges. Der Zimmerer aus Geiersberg baute mit seinen Mitarbeitern das Kirchturmdach der Pfarrkirche Rottenbach neu. Dem bisherigen Dach hatten Kriegsschäden zugesetzt, es musste ausgetauscht werden. Das neue Dach besteht aus 18 Einzelteilen aus Tannenholz, ist 17 Meter hoch und mit Blech ummantelt.

Noch größer sind die Dimensionen beim Sieger in der Kategorie "Technik und Design": 135 Tonnen schwer und 66 Meter lang ist jene Brücke, die seit knapp einem Jahr beide Gebäude der Oberbank an der Linzer Donaulände verbindet. Kostenpunkt: 2,1 Millionen Euro. Mit den Bauarbeiten war unter anderem die Metallbaufirma Riegler aus Steyr betraut. "Die Brücke ist ein echter Hingucker", sagt Firmenchef Eduard Riegler.

Ein Ring um 14.000 Euro

Sehenswert ist auch der Brillantring, für den der Linzer Juwelier Christian Oucherif geehrt wurde. Aus altem Goldschmuck fertigte er im Auftrag einer Kundin in Handarbeit einen Ring mit einer Platte und fünf Scheiben. "Jedes Schmuckstück stand für eine Erinnerung. Ich habe versucht, daraus ein ganzes Stück zu machen", sagt Oucherif. Der Ring besteht aus 40 Gramm Gold. In ihm sind 120 Brillanten enthalten. Der Wert liege bei 14.000 Euro, sagt der Juwelier.

Die Jury kürte heuer aus fast 100 Projekten die Sieger in vier Kategorien. Diese durften sich auch über ein Preisgeld freuen: 2500 Euro erhielten die Gewinner, 1500 Euro die Zweiten und 1000 Euro die Dritten.

Sieger des OÖ-Handwerkspreises 2017

Sieger des Oö. Handwerkspreises 2017

BAUEN, SANIEREN, EINRICHTEN UND WOHNEN: Zimmerer Alois Rabengruber aus Geiersberg wurde Erster. Er baute das neue Kirchturmdach der Pfarre in Rottenbach. Platz zwei ging an Restaurator Christian Woller aus St. Radegund, Platz drei an Vergolder Helmut Krump aus Neumarkt am Hausruck.

 

Sieger des Oö. Handwerkspreises 2017

MODE UND LIFESTYLE: Für seinen handgeschmiedeten Brillantring wurde der Linzer Juwelier Christian Oucherif ausgezeichnet. Den zweiten Platz gab es für die Damenkleidermacherin Sylvia König aus Micheldorf, den dritten holte sich Tischler Gerald Aichriedler aus Mondsee.

 

Sieger des Oö. Handwerkspreises 2017

LEBENSMITTEL, NATUR UND GESUNDHEIT: Leberkäse, der von selbst aus dem Glas hüpft, verhalf Fleischer Johannes Hochhauser zum Sieg. Auf dem Stockerl landeten der Alberndorfer Spirituosenerzeuger Peter Affenzeller und die Floristik-Firma wildflorie aus Scharnstein, die auf Importware und Dünger verzichtet.

 

Sieger des Oö. Handwerkspreises 2017

TECHNIK UND DESIGN: Seit etwa einem Jahr verbindet eine Brücke das alte und das neue Oberbank-Gebäude an der Linzer Donaulände. Die Steyrer Metallbaufirma Riegler erhielt den ersten Preis. Zweiter wurde der Scharnsteiner Metalltechniker Georg Rathmayr, Dritter der Uhrmacher Günther Köstner aus Engelhartszell.

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Artikel Martin Roithner 09. November 2017 - 00:04 Uhr
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