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Größte regionale Raiffeisenbank schließt zehn Filialen auf einen Schlag

WIESELBURG / LINZ. Im Mittleren Mostviertel – In Oberösterreich wird weniger drastisch zugesperrt.

Größte regionale Raiffeisenbank schließt zehn Filialen auf einen Schlag

Kurt Moser Bild: (Raiba/3)

Österreichs größte regionale Raiffeisenbank sperrt am 4. Mai zehn Filialen auf einmal zu. Die Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel schließt Standorte in den Bezirken Scheibbs, Melk und St. Pölten-Land. Das führt teilweise zu Unmut. Geschäftsleiter Kurt Moser: "In unserem Einzugsgebiet werden wir danach mit 20 Filialen immer noch so viele Standorte haben wie alle Mitbewerber zusammen."

Man habe – historisch gewachsen – ein dichtes Netz, nur Kleinstfilialen seien jetzt betroffen. Mittleres Mostviertel ist 2016 aus der Fusion zweier Raiffeisenbanken entstanden, hat 1,55 Milliarden Euro Bilanzsumme und 205 Mitarbeiter (Vollzeit). Als Schließungsgründe nennt Moser erstens die gestiegenen regulatorischen Auflagen, die Kosten verursachen und Weiterbildung erfordern. Nebenbei flächendeckend qualitative Beratung bereitzustellen, sei schwierig. Zweitens sei die Frequenz in den Filialen wegen des Online-Geschäfts rückläufig.

In Oberösterreich reduziert die Raiffeisenbankengruppe als größter Sektor die Filialzahl leicht – 2016 von 442 auf 440 und im Vorjahr auf 434 (Landesbank RLB und 82 Primärbanken zusammen).

Öffnungszeiten reduziert

Die Funktion als finanzieller Nahversorger erfülle man auch in Zukunft, sagt RLB-Generaldirektor Heinrich Schaller: "Dabei sind natürlich wirtschaftliche Gesichtspunkte ebenso zu berücksichtigen." Es werde kein Schließungskonzept geben, vereinzelt seien Zusammenlegungen aber möglich.

Die größte regionale Raiffeisenbank Oberösterreichs, jene in Wels (1,17 Milliarden Euro Bilanzsumme, 99 Mitarbeiter/Vollzeit), gibt sogar eine "Garantie", dass ihr Netz mit elf Bankstellen bis Ende 2020 unverändert bleibt. "Das Heil in Filialschließungen zu suchen, ist nicht unser Credo", sagt Geschäftsleiter Günter Stadlberger. Man brauche das auch gar nicht, wenn man die Öffnungszeiten "optimiere". Seit Mitte 2017 sind die Schalter der Raiffeisenbank Wels statt 295 Stunden nur noch 267 Stunden pro Woche geöffnet.

Der Pensionistenverband kritisiert die Banken generell wegen Reduktion von Filialen, Bankomaten, Öffnungszeiten. Moser: In den betroffenen Kommunen betreibe man weiter Bankomaten, falls die Gemeinden unterstützen. Stadlberger sagt, man habe nach einer Analyse die neuen Öffnungszeiten auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt.

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Artikel Alexander Zens 08. März 2018 - 00:04 Uhr
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