Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 12. Dezember 2018, 02:39 Uhr

Linz: 2°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 12. Dezember 2018, 02:39 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft  > Wirtschaftsraum OÖ

Firmengruppe Pucher aus Linz kann nicht saniert werden

LINZ. Bei der Insolvenzeröffnung am 8. Mai war davon die Rede, dass die Firmengruppe Pucher mit vier Gesellschaften saniert und fortgeführt werden sollte. Diese Woche hat Masseverwalter Rene Lindner die Belegschaft informiert, dass die beiden operativen Firmen geschlossen werden.

Pucher hat Innenleben für Busse gebaut

Pucher hat Innenleben für Busse gebaut Bild: Pucher

„Die Fortführungsrechnung hätte nur bei günstigsten Bedingungen ein ausgeglichenes Ergebnis gebracht.“ 54 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Die Firmengruppe hat Verbindlichkeiten von 13 Millionen Euro angehäuft.

Pucher hat sich vorwiegend mit Innenausstattung von Fahrzeugen beschäftigt. Nach Eigenangaben zählte der Linzer Traditionsbetrieb zu den führenden Unternehmen Österreichs auf dem Sektor Fahrzeugausstattungen. In den nächsten drei Wochen werden noch Aufträge fertiggestellt, um Schadenersatzforderungen gegen die insolventen Firmen zu vermeiden. Operativ tätig waren die KH-Planen Pucher und die Pucher GmbH. Dann wird geschlossen.

Chance für 54 Mitarbeiter bei Käufern

Für große Teile der Belegschaft ist Lindner zuversichtlich, dass sie bei Käufern für die einzelnen Teilbetriebe neue Jobs finden. „Sie sind die Wissensträger. Die interessierten Firmen wollen nicht nur die Anlagen, sondern die Mitarbeiter ansprechen“, berichtet der Masseverwalter. Der Interessent für die Planen-Firma will die Produktion in seinen Betrieb verlagern. Ein Interessent für die Fahrzeug-Ausstattung will am bestehenden Standort am Winterhafen weiterarbeiten.

Das Linzer Unternehmen besteht in zweiter Generation. Es wurde 1950 von Otto Pucher gegründet. Der geschäftsführende Gesellschafter Kurt Pucher hat 2005 den Mitbewerber Auwärter in Deutschland übernommen – und sich damit übernommen. Dieser sei laut dem Schuldnervertreter Anwalt Erhard Hackl „nicht führbar gewesen“. Die Insolvenz in Deutschland hat die gesunden Betriebe in Österreich mitgerissen.

Kommentare anzeigen »
Artikel Sigrid Brandstätter 01. Juni 2013 - 00:04 Uhr
Mehr Wirtschaftsraum OÖ

Diskonter Action expandiert in Oberösterreich

FREISTADT. Der Non-Food-Diskonter Action verstärkt seine Präsenz in Oberösterreich.

FACC fordert zehn Millionen Euro von Ex-Vorständen

RIED IM INNKREIS. Innviertler Flugzeugzulieferer wirft Walter Stephan und Minfen Gu ein "mangelndes ...

Die lange Liste des neuen Landesrats für Wirtschaft

LINZ. Der neue Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner stellte gestern, Montag, bei seiner ...

voestalpine bleibt Briten auch bei hartem Brexit treu

LINZ/WIEN. Konzernchef Wolfgang Eder erwägt keinen Abzug des Linzer Stahlkonzerns aus Großbritannien.

FACC klagt Ex-Vorstände auf 10 Millionen Euro Schadensersatz

RIED IM INNKREIS. Der Innviertler Flugzeugzulieferer FACC klagt zwei ehemalige Vorstände auf 10 Millionen ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS