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FMT will sich mit Doubrava absichern

WELS. Welser Anlagenmonteur zieht erste Bilanz nach Übernahme zweier Sparten aus Pleitefirma.

FMT will sich mit Doubrava absichern

FMT-Mannschaft montiert eine Gasturbine im Industriegebiet Knappsack in Hürth in Nordrhein-Westfalen. Bild: FMT

„Wir waren seit Jahren auf der Suche nach einem eigenen Produkt. Die Möglichkeit, bei Doubrava zwei Sparten zu übernehmen, passte hervorragend“, sagt Heinz M. Angerlehner, Geschäftsführer beim Welser Anlagenmonteur FMT. Seit drei Jahren ist der Sohn des Firmengründers und nunmehrigen Kunstmäzens in der Firmenleitung. Die Gefahr, bisherige Auftraggeber zu konkurrenzieren und damit im Stammgeschäft Umsatz zu verlieren, sei nicht gegeben, ergänzt Ewald Gattermayr, seit März für die technische Leitung des Familienunternehmens verantwortlich. „Bei 95 Prozent der Kunden gibt es kein Konkurrenzverhältnis“, sagt Angerlehner.

Die Rückmeldungen würden bereits zeigen, dass die Kaufentscheidung richtig war. „Die Kunden haben mit Auftragsvergaben gewartet. Doubrava neu hat schon mehrere Aufträge im Haus“, sagt Angerlehner. Noch sind die 60 übernommenen Mitarbeiter in ihren alten Büros. Angerlehner will im Raum Attnang-Puchheim bleiben und nicht in die Zentrale nach Wels übersiedeln.

Im Rumpfgeschäftsjahr (per Ende Februar) soll der Doubrava Industrieanlagenbau acht bis zehn Millionen Euro Betriebsleistung beisteuern. „In vollen Jahren sollen es mindestens 20 Millionen Euro sein“, sagt Angerlehner. Zum Vergleich: Die Betriebsleistung der FMT-Gruppe lag 2012/13 bei 125 Millionen Euro, bei einer „soliden Ertragslage“.

Im laufenden Geschäftsjahr sei die Betriebsleistung nicht zu halten. Zwar sei die Gruppe breiter aufgestellt als vor einigen Jahren. Der Investitionsrückgang in der Energiebranche sei aber nicht zu kompensieren. Der Zukauf von Doubrava werde „stabilisierend“ wirken. Auch die Ertragslage werde aufgrund des Preiskampfes um die Baustellen heuer leiden, sagt Angerlehner, der auf eine schwarze Null hofft.

FMT versteht sich nicht als reiner Anlagenmonteur, sondern als Dienstleister auf Baustellen. „Gerade wenn die Planung von Projekten von wenig erfahrenen Ingenieuren gemacht wurde, ist es wichtig, dass auf der Baustelle verlässliche Partner eingreifen“, sagt Gattermayr. Für Agrana und die Salinen baut FMT Schüttgutanlagen. Für Siemens VAI werde montiert. Für den Industrieofenbauer Ebner installiert FMT ein Aggregat bei der Amag in Ranshofen.

Ein Viertel des Geschäfts liefere der Service- und Instandhaltungsbereich. 180 Mitarbeiter sind in Österreich in diesem Zweig tätig, 330 (davon 140 in der Montage) arbeiten für die FMT in Wels. In Bulgarien gibt es eine Gesellschaft, die Montagepersonal ausbildet und auf Baustellen schickt. Das sind weitere etwa 100 Mann.

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Artikel Sigrid Brandstätter 18. September 2013 - 00:04 Uhr
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