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Aluteile aus Braunau für Porsche, BMW & Co

BRAUNAU. Autozulieferer: Der ehemalige Standort der Salzburger Aluminium AG in Braunau, heute Alu Menziken, will mit Leichtbau wachsen.

Aluteile aus Braunau für Porsche, BMW & Co

Speziallösungen aus Braunau für die internationale Autoindustrie Bild: Werk

Rücksitzteile für den Porsche Panamera, größter Lieferant für den Flugzeugsitz-Bauer Recaro. Die Referenzen für den seit fast zwei Jahren zu Alu Menziken gehörenden Braunauer Aluminiumverarbeiter sind nicht schlecht. Doch der Standort, der bis November 2014 zur Salzburger Aluminium AG gehörte, hat eine schwierige Phase hinter sich.

Wie die Alu-Menziken-Gruppe mit zwei Standorten in der Schweiz hat die jetzige Alu-Menziken Euromotive GmbH "Jahre des Siechtums" hinter sich, beschreibt Ingolf Planer, der die Alu Menziken als Verwaltungsratspräsident (vergleichbar mit dem Vorstandsvorsitzenden) führt. Seit 2013 gehört Alu Menziken in das Reich der Montana Tech Components des Investors Michael Tojner. In Oberösterreich gehört auch die Alpine Metal Tech mit Sitz in Regau zur Tojner-Gruppe.

In Braunau hat Tojner ein Management installiert, das nun an vergangene Jahre anknüpfen will. Das Werk sei auf Vordermann gebracht und wolle sich nun wieder als Entwicklungspartner für Speziallösungen aus Aluminium der Autoindustrie positionieren, sagt Planer. Diese Position sei zwischenzeitlich verloren gegangen. "Die Firma hatte nicht mehr den besten Ruf, aber eine sehr motivierte Mannschaft", sagt Planer.

130 Beschäftigte im Werk

Investiert wurde in neue Anlagen und in die Automatisierung, der Belegschaftsstand wurde leicht reduziert. Jetzt ist das Werk mit 130 Beschäftigten dreischichtig ausgelastet, sagt Benedikt Wolfram, der als Finanzchef vor Ort die Sanierung vorangetrieben hat. Als Nischenproduzent will Alu Menziken das Werk in Braunau-Ranshofen als Zentrum für fertige Produkte etablieren. So sei man als Partner für den Prototypen eines Porsche mit Elektroantrieb dabei, sagt Planer. Auch an den i8 von BMW werde ein Teil hinter der Rückbank geliefert. Ende November präsentiert sich das Unternehmen auf der Aluminium-Messe in Düsseldorf.

Der Umsatz habe seit der Übernahme von unter 20 auf mehr als 25 Millionen Euro gesteigert werden können. 2018 sollen es 30 Millionen sein. Ziel laut Planer sei auch, den Anteil der Luftfahrtaufträge zu erhöhen. Ein Drittel des Geschäfts wird derzeit mit Boeing und Airbus, aber auch mit Fluglinien gemacht. Ein Produkt aus Braunau ist beispielsweise der einbaufertige Esstisch-Träger für Flugzeugsitze.

In Rumänien investiert Alu Menziken 50 Millionen Euro in ein neues Werk. Von dort soll verstärkt das Vormaterial für Braunau kommen. Zu einer Produktionsverlagerung komme es nicht. "Braunau ist die Speerspitze Richtung Markt und ist am nächsten beim Kunden. Davon soll die ganze Gruppe profitieren." Alu Menziken macht aktuell 98 Millionen Euro Umsatz und beschäftigt knapp 400 Mitarbeiter. Ab 2019 kommen 200 in Rumänien dazu.

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Artikel Sigrid Brandstätter 28. Oktober 2016 - 00:04 Uhr
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