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Teuerung in Österreich war 2018 deutlich stärker als in der Eurozone

WIEN. Heimische Inflationsrate sank im Vorjahr leicht von 2,1 auf 2,0 Prozent.

Inflation Tanken

Bild: Weihbold

Österreich weist im Vergleich zu den anderen Ländern der Eurozone eine deutlich stärkere Inflation auf. Während die heimische Inflationsrate nach Eurostat-Berechnung (HVPI) 2018 bei 2,1 Prozent lag, betrug der entsprechende Wert im Euroraum nur 1,7 Prozent.

Dafür sind insbesondere Dienstleistungen rund ums Wohnen sowie die Ausgaben in Restaurants und Hotels verantwortlich. Verglichen mit dem Rest der Eurozone geben die Österreicher viel Geld für Wirtshausbesuche aus. "Ginge es unserer Tourismuswirtschaft nicht so gut, wären solche Preissteigerungen in den Restaurants nicht durchsetzbar", sagte der Generaldirektor der Statistik Austria, Konrad Pesendorfer, gestern bei der Jahrespressekonferenz zur Inflation.

Die stärksten Preistreiber im Vorjahr waren abgesehen von den Bewirtungsdienstleistungen merkbare Teuerungen bei den Mieten (plus 3,7 Prozent), den Treibstoffen (plus 9 Prozent) und Heizöl (plus 16,7 Prozent).

Deutlich billiger wurden hingegen Städteflüge (minus 24,2 Prozent). Auch Telefondienstleistungen und -geräte wurden im Durchschnitt um 3,1 Prozent billiger. Bei Nahrungsmitteln kam es zu einer Preisberuhigung. Nach hohen Anstiegen im Jahr 2017 zählten Lebensmittel im Vorjahr nicht zu den Preistreibern, sagte Pesendorfer.

Für den täglichen Einkauf (Mikrowarenkorb) mussten Verbraucher im Vorjahr durchschnittlich um 2,6 Prozent mehr bezahlen. Der wöchentliche Einkauf (Miniwarenkorb) verteuerte sich wegen höherer Spritpreise um 4,2 Prozent. Im Jahresverlauf hat der Preisauftrieb bei Treibstoffen und Heizöl nachgelassen. Die Dezember-Inflation betrug 1,9 Prozent.

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Artikel 18. Januar 2019 - 00:04 Uhr
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