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Reparieren statt wegwerfen: Großes Interesse am Reparaturbonus des Landes

LINZ. Mit der Förderung sollen Müllberge reduziert und neue Jobs geschaffen werden. 

Wer seine Waschmaschine reparieren lässt, anstatt sie wegzuwerfen, spart Geld und schont die Umwelt. Bild:

Was früher Normalität war, ist heute zur Seltenheit geworden: Ein kaputtes Elektrogerät nicht einfach wegzuwerfen, sondern vom Fachmann reparieren zu lassen.  Die Folgen sind Abfallberge, ein hoher Ressourcenverbrauch und ein Wegfall von Arbeitsplätzen. Seit September des Vorjahres unterstützt das Umweltressort des Landes Oberösterreich Konsumenten, die einem kaputten Gerät eine zweite Chance geben wollen: Wer sein defektes Elektrogerät bei einem  registrierten Fachbetrieb reparieren lässt, kann online einen Antrag stellen und die Rechnung auf der Website des Landes hochladen. Jeder Haushalt bekommt 50 Prozent der Kosten erstattet. Maximal gibt es 100 Euro pro Kalenderjahr (mehr Informationen unter www.land-oberoesterreich.gv.at). 

„Wir setzen als erstes Bundesland ein Zeichen für Wiederverwendung und die Stärkung des Reparatursektors“, sagte der Grüne Umwelt-Landesrat Rudi Anschober am Dienstag bei einem Pressegespräch in Linz. Der Bonus sei ein Anreiz für die Kunden, die Laufzeit der Produkte zu verlängern und Geld zu sparen. Auch die regionale Wirtschaft werde durch mehr Reparaturen gestärkt. Der Bonus werde gut angenommen, so Kurt Haider von der Abteilung Umweltschutz: Seit September wurden bereits 1000 Förderungen ausbezahlt, insgesamt 71.000 Euro. Jeweils 26 Prozent der Reparaturen entfielen auf Waschmaschinen und Geschirrspüler. So seien insgesamt 40.000 Kilogramm Masse nicht auf der Müllhalde gelandet. Wie hoch der Fördertopf dotiert ist, teilte Anschober nicht mit: Die Anträge für 2019 seien jedenfalls gesichert. 

„Die Leute lassen mehr reparieren“, sagt Armin Hofer, Geschäftsführer von Hofer Elektroservice in Linz-Urfahr. Sein Unternehmen ist eines von 352 registrierten Fachbetrieben (Details unter reparaturfuehrer.at/ooe). Auf diese Weise würden auch Arbeitsplätze gesichert. Die Registrierung für Unternehmen ist kostenlos. 

Anschober sieht in der Förderung einen Anreiz. Als nächsten Schritt plädiert er für eine Steuersenkung bei Reparaturen, ähnlich dem schwedischen Modell: Dort wurde vor zwei Jahren die Mehrwertsteuer auf Reparaturen um die Hälfte reduziert. 

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Artikel nachrichten.at/prel 12. Februar 2019 - 14:56 Uhr
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