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Wüstenrot-Gruppe steigerte Gewinn - Organisation neu aufgestellt

WIEN/SALZBURG. Die Bausparkasse Wüstenrot hat im Vorjahr Zuwächse bei den neuen Bausparverträgen verzeichnet. Die Finanzierungen sind niedriger ausgefallen als 2016, es wurde aber das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt, teilte Wüstenrot am Montag mit.

Wüstenrot Gruppe schließt Geschäftsjahr 2017 erfolgreich ab

Im Bild von links nach rechts: Dr. Andreas Grünbichler, Dr. Susanne Riess, Mag. Gerald Hasler Bild: Wüstenrot

Die Wüstenrot-Gruppe, zu der auch die Versicherung gehört, hat den Gewinn gesteigert und ihre Effizienz durch Umstrukturierungen erhöht. 

"Wir haben das Zeitfenster der letzten Jahre genutzt und unsere Organisation neu aufgestellt", so Wüstenrot-Chefin Susanne Riess laut Mitteilung. Damit sei sichergestellt, "dass wir auch die nächsten Jahrzehnte als sicherer Finanzpartner für unsere Kundinnen und Kunden zur Verfügung stehen".

"Die im Geschäftsjahr 2016 begonnene und 2017 abgeschlossene Zusammenführung der neun Landesdirektionen zu drei Regionaldirektionen hat sich als richtiger Schritt erwiesen und zu einer deutlichen Effizienzsteigern geführt", so Riess. Zudem sei mit der Schaffung eines einheitlichen Kundenbackoffices für Bausparkasse und Versicherung ein weiteres zentrales strukturelles Vorhaben umgesetzt worden, das schnellere Prozesse und damit ein noch besseres Service für die Kunden bringe.

Wüstenrot Aufsichtsrat verlängert Vorstandsmandate von Riess, Grünbichler und Hasler

Eingespart wurde mit der Einrichtung des Managementboards ein Vorstandsposten: Der Vertrag von Erwin Mollnhuber endete mit 31. Mai 2018. Die Vertriebsaufgaben übernimmt Marktvorstand Andreas Grünbichler. Marketing und Innovation ressortiert bei Generaldirektorin Riess. Der Vorstand der Bausparkasse Wüstenrot besteht künftig aus Vorstandsvorsitzender Riess und Grünbichler, jener der Wüstenrot Versicherung aus Grünbichler und Gerald Hasler. Die Verträge von Riess, Grünbichler und Hasler wurden vom Aufsichtsrat bis 31. Mai 2023 verlängert.

Riess erwartet auch für heuer ein positives Ergebnis, beim Bausparen und bei der Versicherung zeige sich ein positiver Trend mit Ergebnissen, die über Plan lägen. Besonders erfreulich seien die Ergebnisse im Neugeschäft bei den Finanzierungen mit einem deutlichen Plus gegenüber dem Vorjahr.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 habe die Wüstenrot-Gruppe eine "außerordentlich gute Performance gezeigt", betonte Riess. "Trotz nach wie vor schwieriger Rahmenbedingungen und einer historisch niedrigen Sparquote von 6,4 Prozent konnten wir im Einlagengeschäft zulegen und erzielten bei den Finanzierungsleistungen das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte." Auch die Versicherung habe mit dem Finanzergebnis - es wurde eine Rendite von 3,1 Prozent erzielt - einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens geleistet.

2017 wurden bei der in Österreich tätigen Bausparkasse Wüstenrot AG 178.023 neue Bausparverträge abgeschlossen, das waren um fast 7.250 Verträge mehr als 2016. Die Bauspareinlagen erhöhten sich auf 5,5 Mrd. Euro, nach 5,3 Mrd. Euro. Der Ausleihungsbestand stieg von 4,7 auf 4,8 Mrd. Euro. Die Finanzierungsauszahlungen (inklusive Eigenmittel) sanken dagegen auf 834 Mio. Euro, nach 929 Mio. Euro im Rekordjahr 2016.

Der Gewinn (EGT) der Bausparkasse Wüstenrot stieg um rund 44 Prozent von 16,6 auf 23,9 Mio. Euro. Mit einer Kernkapitalquote von 14,7 Prozent und einer Gesamteigenmittelquote von 18,6 Prozent verfüge die Bausparkasse Wüstenrot AG über eine ausgezeichnete Eigenmittelausstattung, betonte Grünbichler.

Die Wüstenrot-Versicherungs-AG steigerte das EGT auf 16,4 Mio. Euro, nach 13,8 Mio. Euro. Im Finanzergebnis sei unter schwierigen Marktbedingungen eine Rendite von 3,1 Prozent erwirtschaftet worden, so Grünbichler. Das Prämienaufkommen ging um 1,3 Prozent auf 479,7 Mio. Euro zurück. Gründe dafür waren laut Hasler das gegenüber dem Vorjahr gesunkene Neugeschäft in der Lebensversicherung und bewusste Bestandsreduktionen in der Schaden/Unfallversicherung im Zuge von Sanierungsmaßnahmen. Die Combined Ratio - Schäden und Kosten gemessen an den Prämieneinnahmen - verschlechterte sich vor Rückversicherung von 98,5 auf 99,7 Prozent. Gebäude- und Kaskoversicherung seien 2017 aufgrund erhöhter Schadenbelastungen durch einzelne Großereignisse aus Naturgefahren etwas weniger profitabel gewesen als 2016, so Hasler.

In Mittel- und Osteuropa ist die Wüstenrot-Gruppe auf den Bausparmärkten in der Slowakei, in Kroatien und in Ungarn sowie mit einer Kompositversicherung in der Slowakei und einer Lebensversicherung in Kroatien tätig.

Das Konzern-EGT stieg von 28,0 auf 31,4 Mio. Euro, die Konzernbilanzsumme auf 11,54 Mrd. Euro (nach 11,36 Mrd. Euro 2016). Die Bauspareinlagen in der Gruppe legten auf 6,1 (5,8) Mrd. Euro zu. Die Neuverträge (Spartarif) stiegen auf 212.042 (211.571) zu. Bei den Ausleihungen gab es in Plus um 3,3 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro. Die Finanzierungsausleihungen erreichten mit 991 Mio. Euro den zweitbesten Wert in der Unternehmensgeschichte. In der Versicherungsgruppe sanken die verrechneten Prämien auf 542 (550,6) Mio. Euro. Beschäftigt waren in der Wüstenrot-Gruppe im Vorjahr durchschnittlich rund 2.400 Mitarbeiter.

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Artikel nachrichten.at/apa 04. Juni 2018 - 12:10 Uhr
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