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Was vom Wissenschaftsjahr 2018 zu erwarten sein wird

Biologie, Quantenphysik, Weltraummissionen: Die Forscher machen sich auf, unbekanntes Land zu erreichen, im Kleinsten wie im Größten.

Was vom Wissenschaftsjahr 2018 zu erwarten sein wird

In der Biologie ist mit weiteren bahnbrechenden Ergebnissen auf Basis der Gentechnik zu rechnen. Bild: colourbox.com

Die Wissenschaft braucht keine Kristallkugel, um vorauszublicken. Einige Ereignisse aus jüngster Vergangenheit werfen ihre Schatten voraus und etliche Pläne stehen fest. Etwa jene in der

Raumfahrt: Der Mond wird erstmals von Privatfirmen angeflogen, die kleine Rover einen halben Kilometer über die Oberfläche fahren lassen wollen. Fünf Teams aus unterschiedlichen Ländern sind im Rennen, der Sieger erhält den mit 30 Millionen Dollar dotierten Lunar X Prize. Das kalifornische Unternehmen Space X will hingegen eine Kapsel ("Dragon V2") starten, die bis zu sieben Passagiere tragen kann, und heuer damit den Mond umrunden. Auf dem Erdtrabanten landen soll "Chandrayaan-2", ein Rover aus Indien. Zudem sollen zwei Raumsonden Asteroiden erreichen – die japanische Mission Hayabusa 2 und die NASA-Sonde Osiris-Rex.

Zum Mars wird 2018 der US-amerikanische Lander "InSight" starten. Das Besondere an ihm: Er wird sich selbst bis zu fünf Meter in den Boden graben, Proben entnehmen und analysieren.

Biologie: Auf dem Gebiet der Biologie ist mit etlichen Neuerungen zu rechnen. Die Gen-Schere CRISPR/Cas9 ermöglicht immer präzisere Eingriffe in das Erbgut und wird permanent verbessert. Man muss kein Augur sein um vorherzusagen, dass mit weiteren Anwendungen in der Gentherapie und beim Genom-Editing zu rechnen ist, zumal in den USA bereits einige Therapien auf Basis genetischer Veränderungen im vergangenen Jahr zugelassen wurden. Dabei ging es unter anderem um eine erblich bedingte Erblindung und zwei Arten von Blutkrebs. Neben den großen Chancen auf Heilung von diversen Krankheiten darf nicht verschwiegen werden, dass es auch in der Humangenetik Gefahren- bzw. das Missbrauchspotenzial gibt: Stichworte sind Optimierung oder Doping des Erbguts. Bis dato verboten, bedingt dies aber doch die Notwendigkeit einer breiten gesellschaftlichen Debatte über die ethischen Aspekte der Gentherapie.

Synthetische Biologie: Immer mehr Unternehmen experimentieren mit gentechnisch veränderten Organismen, etwa Bakterien oder Hefen. Ziel ist die Herstellung von allerlei Stoffen, oft zu umweltfreundlicheren Bedingungen als bisher. Auf der Schattenseite steht die Gefahr der Einbringung solcher Organismen in die Umwelt und den unterschiedlichsten damit verbundenen Risiken. 2018 wird man auch die Frage beantworten müssen, was mit künstlichen Organismen passiert, etwa jenem Bakterium, dem Wissenschafter zu den vier Aminosäure-Buchstaben des Lebens (A, T, C, G) zwei weitere Buchstaben – X und Y – hinzugefügt haben. In der freien Wildbahn überlebt dieses synthetisierte Bakterium nicht, da es spezielle, menschengemachte Rohstoffe zur Existenz braucht.

Quantentechnik: Politik und Wirtschaft investieren immer mehr in die zukunftsträchtige Technologie. Die EU hat für entsprechende Forschung eine Milliarde Euro locker gemacht. 2018 könnte der offensichtlichste Start zum Quanteninternet erfolgen. China arbeitet daran intensiv. Weiters traut die Wissenschaftsgemeinde Google die Präsentation eines Quantencomputers zu.

KI: Von der künstlichen Intelligenz wird man 2018 bestimmt auch viel hören. Wie intelligent das jeweilige Thema, das durch das wissenschaftliche Dorf getrieben wird, tatsächlich ist, lässt sich unmöglich vorhersagen.

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Artikel Klaus Buttinger 13. Januar 2018 - 00:04 Uhr
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