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Trotz EU-weiten Verbots blüht der Handel mit Glühbirnen

BRÜSSEL. Die EU-Kommission will jetzt eine Gesetzeslücke schließen

Trotz EU-weiten Verbots blüht noch immer der Handel mit Glühbirnen

Nach wie vor gefragt Bild: dpa-Zentralbild/Jan-Peter Kasper

Nach dem Willen der EU-Kommission dürfte es sie nicht mehr geben. Aber nach wie vor sind Glühbirnen mit 60 oder 100 Watt zu haben – nicht nur aus Restbeständen.

Das auf Retro und exklusive Ausstattungen spezialisierte Einrichtungshaus „Manufactum“ bietet diese Birnen zum stolzen Preis von 3,80 Euro je Stück an und nutzt dabei eine Gesetzeslücke. Diese Birnen sind nämlich als „stoßfest“ deklariert. Sie haben einen dickeren Wendeldraht, der bei Erschütterungen nicht so leicht reißt und daher für den industriellen Einsatz etwa in Bergwerken gedacht ist.

Entsprechend deklariert gehörten sie zur Kategorie Speziallampen, die nicht den von der EU verhängten Restriktionen unterworfen seien, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

In der EU-Kommission heißt es, man wollte in dieser Regelung Platz lassen für Spezialanwendungen wie in Verkehrsampeln und in der Industrie. Bisher reichte der einfache Verpackungshinweis „Nicht für den Haushalt geeignet“, um die Birnen legal zu verkaufen. Jetzt will sich die EU diese Gesetzeslage noch einmal näher anschauen. Ab September 2012 gilt dann das generelle Glühbirnen-Verbot, auch unter 60 Watt.

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Artikel 10. August 2012 - 00:04 Uhr
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