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Rewe: Neue Marke und neue Läden für Adeg-Kaufleute

WIEN. Die Adeg-Kaufleute präsentieren sich nun mit ihrem Partner Rewe (Billa, Merkur) als leistungsstarke Nahversorger, mit neuer Eigenmarke „Leib und Seele“ und neuem Ladenkonzept.

Rewe wertet die Adeg-Kaufleute mit neuer Marke und neuen Läden auf

Neues Adeg-Ladenkonzept mit frischem Grün: pro Jahr bis zu 50 Geschäftsumbauten Bild: ADEG

Rewe und die ihr seit einem Jahr vollständig gehörende Adeg-Großhandels AG präsentierten den 380 selbständigen Adeg-Kaufleuten am Wochenende in St. Wolfgang den neuen Marktauftritt.

Die Adeg AG hat mit Jahresbeginn 2010 alle Eigenfilialen verkauft oder zugesperrt und konzentriert sich unter der Rewe-Flagge auf die Großhandelsfunktion für die selbständigen Kaufleute. Außerdem führt sie als Tochtergesellschaft die AGM, die Cash & Carry-Schiene für die Gastronomie.

Die Zentrale samt Großlager in Bergheim bei Salzburg wurde zugesperrt, das Lager St. Pölten an Rewe übergeben. Adeg sitzt nun in der Rewe-Zentrale in Wiener Neudorf. Die AG schrumpfte von 2800 auf 100 Mitarbeiter und bedient sich nun der Rewe-Logistik. Die Kostenvorteile daraus sollen den Kaufleuten Wettbewerbsvorteile bringen.

Die Reorganisation ist abgeschlossen; nun sollen die neuen Konzepte am Markt greifen. Zusätzlich zu den Rewe-Erfolgsmarken „Clever“ und „Ja!natürlich“ werden Adeg-Kaufleute eine regionale Eigenmarke mit dem Namen „Mit Leib und Seele“ erhalten. Sie besteht vorerst aus elf Produkten und soll auf mehrere Dutzend gesteigert werden. Außerdem wurde 2010 eine neue Ladenlinie gestartet.

Rewe zahlt Laden mit

„Wir können den Kunden jetzt zeigen, was sich bei uns verbessert hat“, sagt Adeg-AG-Vorstand Andreas Poschner. Pro Jahr sollen rund 40 bis 50 Märkte modernisiert werden. Die Kaufleute erhalten von Rewe 35 Prozent der Investitionskosten geschenkt. Er erwartet, dass die Marktanteilsverluste der vergangenen Jahre rasch gestoppt werden können.

„Bei uns hat Adeg eine eigene Identität“, sagt der im Rewe-Vorstand für die neue Tochter zuständige Werner Wutscher. Adeg ist gleichberechtigt mit den Schienen Billa, Merkur und Penny.

In der Förderung der Nahversorgung wünscht sich Wutscher neue Ideen der öffentlichen Hand. Statt Geld sollte es andere Leistungen geben. Am wichtigsten wäre, Gemeinden stellten die Räumlichkeiten. Adeg will auch stark mit der Post kooperieren und ist bereits an 75 Standorten Postpartner.

 

481 Geschäfte

Die Adeg-Genossenschaft umfasst noch 380 Kaufleute mit 481 Geschäften, davon gut 50 in Oberösterreich. 2007 waren es noch 693 (882), 2009 478 (622). Die Genossenschaft verkaufte 2008 wegen hoher Verluste 75 Prozent ihrer Großhandels AG an Rewe, 2010 die restlichen 25 Prozent.

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Artikel 18. Januar 2011 - 00:04 Uhr
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