Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 21. November 2018, 11:33 Uhr

Linz: 4°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 21. November 2018, 11:33 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Wirtschaft

Magirus Lohr sticht Rosenbauer bei Ausschreibung von Löschfahrzeugen aus

GRAZ/LINZ. Bundesbeschaffungs GmbH hat drei verschiedene Lose vergeben, zwei gehen an die CNH-Tochter.

Magirus Lohr sticht Rosenbauer bei Ausschreibung von Löschfahrzeugen aus

Der Rahmenvertrag der Einkaufsagentur des Bundes mit den Fahrzeuglieferanten gilt fünf Jahre. Bild: Magirus Lohr

Erstmals hat die Bundesbeschaffungs GmbH (BBG) eine Ausschreibung für große Feuerwehrfahrzeuge entschieden. Dabei hat die zum CNH-Konzern gehörende Firma Magirus Lohr mit einer Produktionsstätte in Kainbach bei Graz den großen Konkurrenten aus Leonding, Rosenbauer, in zwei von drei Kategorien ausgestochen.

Jahrzehnte haben Gemeinden und Feuerwehren ihre Feuerwehrfahrzeuge eigenständig besorgt. 2013 erfolgte die erste Ausschreibung der BBG für kleine Löschfahrzeuge und Mannschaftswagen. Jetzt erfolgte die nächste Vergabe.

Der Rahmenvertrag betrifft ein Auftragsvolumen von 200 Millionen Euro. Drei Viertel davon entfallen auf Magirus Lohr.

Rosenbauer gewinnt ein Viertel

Die wichtigste Fahrzeuggröße, das Chassis für 16 Tonnen, geht an Magirus Lohr. Diese dürfte wertmäßig 55 bis 60 Prozent des Jahresbedarfs ausmachen. Rosenbauer aus Leonding konnte die 18-Tonner für sich entscheiden. Diese dürften ein Auftragsvolumen von etwa einem Viertel ausmachen. Die letzten 15 bis 20 Prozent entfallen auf die Kategorie der 26-Tonnen-Fahrzeuge. Diese gehen wiederum an Magirus Lohr.

Der Rahmenvertrag gilt fünf Jahre. Christian Reisl von Magirus Lohr sagt, dass der Gewinn dieser Ausschreibung die Auslastung am Österreich-Standort – wo bisher zwischen 120 und 150 Fahrzeugen montiert wurden – gut sichere, die Kapazitäten würden erweitert. Auch das Mutterhaus in Ulm werde von dem Auftrag profitieren.

Der vorliegende Rahmenvertrag ist für die Kommunen aber nicht bindend. Das betont man auch beim Marktführer Rosenbauer: "Es ist eine Kann-Bestimmung, die Feuerwehren müssen nicht über die BBG kaufen. Wir vertrauen darauf, dass unsere Kundenorientierung geschätzt wird. Wir sind überzeugt, dass wir nicht alles verlieren." Sieben Prozent des Fahrzeug-Umsatzes machen die Leondinger in Österreich.

30 bis 40 Prozent des Bedarfs dürften über den Rahmenvertrag laufen. Für die Gemeinden ergäbe sich der Vorteil, sich eine eigene Ausschreibung zu ersparen. Bei einem eigenen Beschaffungsvorgang müssten drei Angebote eingeholt werden. Andreas Klauser, Marken-Manager bei Case IH und Aufsichtsratsvorsitzender von Iveco Magirus, betont, dass der Rahmenvertrag für die Gemeinden Rechtssicherheit biete.

Kommentare anzeigen »
Artikel Sigrid Brandstätter 17. Oktober 2015 - 00:04 Uhr
Mehr Wirtschaft

Österreichs Wirtschaftswachstum robust, aber Tempo lässt nach

WIEN. Die OECD hat heute ihren Wirtschaftsausblick präsentiert und dabei auch Österreich unter die Lupe ...

Betrugsprozess: Für seinen Anwalt ist Cevdet Caner ein Opfer der Finanzkrise

WIEN. Laut Anklage flossen hingegen Millionen in "tolle Autos, Villen, Jachten und einen Privatjet".

"Ohne uns wäre Wohnen um 30 Prozent teurer"

LINZ. Gemeinnützige: Obmann Frank Schneider über hohe Wohnkosten, "Hochhäuser für Reiche" und sein Lob für ...

Hörsching will für Turkish Airlines attraktiv werden

LINZ. Flughafen Linz wickelt zusätzlich 70 Flüge ab.

Kanadisches Start-up holt sich Linzer Expertise

LINZ. LeddarTech entwickelt Chips für autonomes Fahren
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS